Stadtmusikanten im Computerspiel
Hier ist eine Szene aus dem Spiel zu sehen. Foto: fr
Artikel vom: 08.05.2026
Grohn – (nik) An der Constructor University gibt es mehrere „Student Clubs“, in denen die Studenten sich ihren Interessen folgend organisieren können. Einer davon ist die „Digital Creation Society“, wo es um Kreativität im Digitalen geht. Erstmalig veranstaltete dieser Club unter dem Titel „Press Play“ einen Wettbewerb im Programmieren von Computerspielen für „junge Visionäre“. Das sollte den Studenten die Möglichkeit geben, sich durch Zusammenarbeit in Sechserteams kennenzulernen, einen „Wow, das habe ich selbst gemacht“-Moment zu erleben und später dann auch auf die erfolgreiche Teilnahme an so einem Projekt verweisen zu können. 18 Teams waren angetreten, 13 von ihnen gelang es, innerhalb von 48 Stunden ein funktionierendes Spiel zu erstellen. Die meisten Studenten gingen ohne Vorerfahrungen im Programmieren in den Wettbewerb. Ein Workshop, wie man mit der Google-Plattform „Antigravity“ das Progammieren vereinfacht, war Teil der Veranstaltung. Google und die Sparkasse Bremen traten als Sponsoren in Erscheinung. Ein weiterer Sponsor war Wowcube, eine Spielkonsole in Form eines digitalen Zauberwürfels, für den ebenfalls Spiele entwickelt werden konnten. Solche Wowcubes gab es dann auch zu gweinnen, zudem Virtual-Reality-Headsets von Meta und GoPro-Kameras.
Das Gewinnerteam hatte das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten als Grundlage genommen. In dem Spiel steuert man die Stadtmusikanten in verschiedenen Leveln durch Feld und Wald bis schließlich tatsächlich vor das Bremer Rathaus. Die vier Spielfiguren verfügen über eigene Fähigkeiten: Der Esel kann zutreten, der Hund bellen, die Katze sich unbemerkt anschleichen, der Hahn laut krähen. Wenn sie sich wie am Fenster des Räuberhauses aufeinanderstellen, sind sie im Spiel unbesiegbar. Damit wollten sie den Gedanken hinter dem Märchen, gemeinsam stark zu sein, in ihrer Umsetzung unterstreichen. Zu den Vorgaben beim Wettbewerb gehörte, dass die Spiele eine mittelalterlich anmutende Gestaltung haben sollten. Die Juroren bewerteten Kreativität, den „Flow“ und die Funktionalität des Spiels und Originalität. Sie zeigten sich besonders begeistert, wie das Gewinnerteam diese Vorgabe mit Bezug auf die Märchenwelt umsetzen konnte. Die Studenten haben vor, ihr Spiel über den Wettbewerb hinaus weiter zu entwickeln.
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