Präventionsrat in der Krise
Auch die Discgolfanlage der SG Marßel wurde vom Präventionsrat Bremen-Nord unterstützt.Foto: Archiv
Artikel vom: 10.05.2026
Bremen-Nord – (rdr) Der Präventionsrat Bremen-Nord e. V. wurde im Jahr 2005 gegründet. Seitdem hat das Gremium mit dem Vorsitzenden und Ideengeber Uwe Schröter Großartiges geleistet. Auf Initiative der gemeinnützigen Organisation wurden beispielsweise mittels der künstlichen DNA Einbrüche verhindert, auf den Discgolfanlagen konnten sich Alt und Jung ausprobieren, auf den Fähren wurde gegen Rassismus agiert und Polizisten waren auf Segways unterwegs. „Es wäre schade, wenn es das nicht mehr gibt, aber das ist einfach so, wenn niemand mehr die Führung übernehmen möchte“, sagt Peter Nowack, Schriftführer des Vereins. Und so wurde im Oktober vergangenen Jahres eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. In der Einladung hieß es, man möge sich Gedanken darüber machen, ob man bereit sei, im Vorstand in Führungspositionen mitzuarbeiten, damit der Präventionsrat weiterleben kann. Auf der Tagesordnung stand zudem ein Antrag des Vorstands zur Auflösung des Präventionsrats. Der Vorstand habe – bis auf den Gründer Uwe Schröter – geschlossen dafür gestimmt, berichtet Peter Nowack. Insgesamt sei dem Antrag allerdings nicht entsprochen worden, weil die Mehrheit der Mitglieder diesen abgelehnt hätte. Uwe Schröter erklärt hingegen, er habe mit vielen Nordbremer Institutionen, Vereinen, Verbänden, Organisationen und anderen einen vollständig erfolgreichen Neustart vorbesprochen.
Der Antrag auf Auflösung sei auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung „glücklicherweise deutlich mehrheitlich abgelehnt“, worden, so der ehemalige Polizeiinspektionsleiter für Bremen-Nord. Uwe Schröter hat den Wunsch, dass der Präventionsrat einen neuen Vorstand mit jüngeren Mitgliedern aufbauen soll. Er würde seinen Vorsitz gerne abgeben, den Verein dann allerdings als Ehrenvorsitzender weiterhin intensiv unterstützen. „Wir bräuchten eine durchsetzungsstarke Führung, die gut vernetzt ist“, sagt hingegen Peter Nowack. Nach seiner Aussage ist außer Uwe Schröter kein Mitglied des Vorstands mehr bereit, künftig eine entsprechende Position einzunehmen. Am 27. Mai ist die Jahreshauptversammlung des Präventionsrats. Auf der Tagesordnung stehen Vorstandswahlen, aber auch erneut ein Antrag auf Auflösung des Vereins.
Weitere interessante Artikel








