Mit 96 Stundenkilometern bergauf durch die Schafgegend

Auswertung von Geschwindigkeitsmessungen im Vegesacker Ausschuss für Straßen-, Verkehrs- und Marktangelegenheiten

Bürger können beantragen, dass eine Messanlage in ihrer Straße installiert wird.Foto: rdr

Artikel vom: 11.04.2025

Vegesack (rdr) – In der jüngsten Sitzung des Vegesacker Ausschusses für Straßen-, Verkehrs- und Marktangelegenheiten stand unter anderem die Auswertung verschiedener im Stadtteil installierter Geschwindigkeitsmessanlagen auf der Tagesordnung. Diese waren jeweils für etwa drei Monate nach Anträgen von Bürgern in verschiedenen Straßen angebracht worden. 

Diese Messanlagen hatte der Beirat aus seinem Budget finanziert und das THW erklärte sich bereit, die Tafeln an den gewünschten Stellen anzubringen. Unter www.ortsamt-vegesack.bremen.de/stadtteilportal/geschwindigkeitsmessanlagen-29740 können sich Bürger für die Anbringung bewerben. 

Eine der Tafeln hing in der Meinert-Löffler-Straße und wurde nun ausgewertet. 15,52 Prozent der Fahrer seien demnach zu schnell in der auf Tempo 50 begrenzten Straße unterwegs gewesen. In einer Sonntagnacht wurde der Spitzenreiter mit 126 Stundenkilometern gemessen. Im Schönebecker Kirchweg, wo Tempo 30 gilt, kam es in 22,40 Prozent der Fälle zu Geschwindigkeitsüberschreitungen. Der höchste Wert lag bei 68 Stundenkilometern. 

In der Schafgegend, ausgewiesen mit Tempo 30, waren 41,53 Prozent der Fahrer zu schnell unterwegs. Einer wurde mit 91 Stundenkilometern gemessen. „Bergauf!“, wie die Schönebeckerin Heike Sprehe, SPD, fassungslos kommentierte. In der Zollstraße wurde ebenfalls auf Bürgerwunsch gemessen. 32,79 Prozent der Fahrer waren dort im Auswertungszeitraum zu rasant unterwegs – der schnellste mit 81 Stundenkilometern bei erlaubtem Tempo 30. Am Lobbendorfer Pohl hielten sich 21,70 Prozent der Fahrer nicht an die erlaubte Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. 

Der auffälligste Temposünder raste mit 100 Stundenkilometern durch die Nebenstraße. In der Uhthoffstraße wurde etwa die Hälfte der Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Der Spitzenreiter war mit 104 Stundenkilometern unterwegs – bei erlaubten 30. Auch in der Beckstraße wurde das Tempo kontrolliert. Ein Drittel aller Fahrer zirka war zu schnell. Der Spitzenreiter für in der Tempo-30-Zone mit 62 Stundenkilometern. Ortsamtsleiter Gunnar Sgolik zog unter anderem das Fazit, dass breitere Straßen zum schnellen Fahren animieren würden. Insbesondere am Freitagnachmittag seien viele Pkw-Nutzer zu schnell unterwegs. 

Die Ausschussmitglieder verständigten sich darauf, dass bei der nächsten Präsentation der Auswertung auch Uhrzeiten verglichen werden sollen. Außerdem möchten die Kommunalpolitiker von den Geschwindigkeiten der zehn größten Temposünder je Mess-punkt erfahren. An Hotspots und dort, wo es Fehlbefestigungen der Tafeln gab, soll zeitnah erneut kontrolliert werden.


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