Overbeck-Museum: Ausstellungswechsel

Werke von Jobst von Harsdorf gehen, Bilder von Bernd Pöppelmann kommen ab 10. 11.

Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi in der Ausstellung mit einem der Lithografie-Steine.Foto: as

Artikel vom: 23.10.2024

Vegesack (AS) – Noch sind die Werke von Jobst von Harsdorf (1924 – 2018) im Overbeck-Museum zu sehen. Er war Künstler, Lehrer, Mentor, Lithograf, Zeichner und Maler, Gebrauchsgrafiker und Professor für angewandte Grafik an der Hochschule für Künste in Bremen. Ausgestellt seien in zwei von drei Museumsbereichen Bilder aus dem Zeitraum von den 1960er Jahren bis in die 2000er, berichtet Dr. Katja Pourshirazi, Leiterin des Overbeck-Museums. „Ich bin sehr zufrieden mit der bisherigen Resonanz. Wir haben viele Rückmeldungen bekommen“, erklärt sie. Zu sehen seien nicht nur die Lithografien und Zeichnungen, sondern auch, wie Jobst von Harsdorf gearbeitet hat. Bei YouTube ist ein Film darüber aufrufbar. Da könne man sich ein Bild davon machen, wie aufwendig Lithografie – Steindruck – ist. „Das ist eine ungewöhnliche Technik, die nicht mehr so sehr in Gebrauch ist.“ Die Werke sind noch bis Sonntag, 27. Oktober, zu sehen. An diesem Tag, um 15 Uhr, bietet Dr. Katja Pourshirazi im Rahmen der Finissage eine  „Führung mit Musik“ an. Es spielen Johanne von Harsdorf-Fürstenau, Klavier, und Anette Slaatto, Viola. Der Eintrittspreis beträgt zehn Euro.

Nach dem Ausstellungswechsel sind ab dem 10. November bis zum 26. Januar Werke des zeitgenössischen Künstlers Bernd Pöppelmann zu sehen. „Im Moor“ lautet der Titel. Er sei Tiermaler, extrem naturalistisch und habe – als ausgebildeter Falkner – viel Ahnung von Tieren und Pflanzen, erläutert Dr. Katja Pourshirazi. „Er kann Greifvögel so malen, dass man denkt, das Gefieder streicheln zu können.“  Im Overbeck-Museum würden überwiegend Pflanzen und Moorlandschaften zu sehen sein – der Künstler habe das Naturschutzgebiet Emsdettener Venn, in dessen Nähe er lebt, festgehalten.

„Wir haben das Thema Moor immer im Hause“, sagt die Museumsleiterin bezüglich der Werke von Fritz und Hermine Overbeck. „Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, was der Mensch mit der Natur macht!“

Bernd Pöppelmann sei der Naturschutz ein Anliegen. Der Künstler komme zur Eröffnung am Sonntag, 10. November, 11.30 Uhr. „Wir werden in die Tiefen der Bedeutung von Mooren einsteigen und ihre Schönheit zeigen.“ Die Gegenüberstellung seiner Werke denen der Overbecks sei ihr nicht leicht gefallen. „Ich bin gespannt!“

Weitere Infos gibt es unter www.overbeck-museum.de.


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