In der Ökologiestation

Veranstaltungen und Führungen durch die Natur des Schönebecker Auetals

Kristin Nolte (links) und ihre Vorgängerin Martina Schnaidt: Hier kann den Fröschen gelauscht werden.  Foto: as

Artikel vom: 30.11.-0001

Schönebeck – (as) Jede Menge Natur ist bei einem Ausflug in die Ökologiestation, Am Gütpohl 11, zu erleben.

Diese wurde 1979 als Informations- und Bildungsstätte für Ökologie und Umweltschutz am Talhang der Schönebecker Aue gegründet. Zuvor sei bekannt geworden, dass das Auetal mehrstöckig bebaut werden sollte. Zu den Gegnern gehörte Gertrud Overbeck, Studienrätin für Deutsch und Biologie sowie Mitinitiatorin der Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz. Sie sei maßgeblich an der Planung und Vorbereitung der Ökologiestation beteiligt gewesen, um Freilandunterricht und Umwelterziehung zu fördern, so Dr. Katja Pourshirazi vom Overbeck-Museum.

Damals sei ein Gutachten erstellt worden, das das Gebiet als für den Naturschutz wertvoll einschätzte, berichtete die Diplom-Biologin Martina Schnaidt.

Für die Einrichtung habe es zuerst drei Träger gegeben: den Verein Ökologiestation, den WWF und den Senator für Umwelt. Ehrenamtliche gaben Umweltbildung, so Martina Schnaidt, die im Jahr 2000 als erste Mitarbeiterin fest angestellt wurde.

Die Bildungsarbeit findet im frisch sanierten (wir berichteten) Hofmeierhaus statt, erbaut 1911 und unter Denkmalschutz. Interessierte können Räume für private Feiern und Seminare mieten. Infos dazu unter info@oekologiestation-bremen.de.

Von hier aus geht es ins Gelände: durch Wald, der nicht bewirtschaftet wird, bei Führungen entlang eines Stegs bis zu einem Teich. Vor Ort gebe es viele Tierarten, wie Rehe, Füchse und jede Menge Vögel. Unter anderem den Schwarzspecht, eine Art, die alte, abgestorbene Bäume brauche. In der Nähe der Grünfrösche werde es richtig laut. Auch viele Insekten und Schmetterlingen können beobachtet werden. Beispielsweise fühle sich der Kaisermantel hier wohl, das sei eine besondere Art.

Hier können Kleine und Große mehr über Bienen oder Arzneipflanzen erfahren, an Blumen riechen, die in Hochbeeten wachsen, eine Wildblumenwiese oder alte Apfelbäume bestaunen. Da es immer etwas zu bauen oder zu reparieren gibt, sind Spenden willkommen. Infos, auch zu Führungen und zum Programm, gibt es unter 0421 2221922 oder www.oekologiestation.de.


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