Empfang und Jubiläum
Von links: Senator und Festredner Bernd Fecker, Präsident Sergei Kouzmine, Ortsamtsleiter Gunnar Sgolik und Kanzler Turgut Tülü. Foto: th
Artikel vom: 07.02.2026
Grohn – (th) „Neue Konflikte werden entfacht. Wir müssen uns aus der Schockstarre befreien und demokratiefeindliche Strömungen unterbinden.“ Zum Auftakt des 32. Neujahrsempfang sprach Ortsamtsleiter Gunnar Sgolik deutliche Worte. „Mit einer wehrhaften Zivilgesellschaft kommen wir durch die Zeit.“ Er drückte seine Erwartung aus, dass das AfD-Verbot kommen wird. Als Co-Gastgeber fungierte die Constructor University, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Gunnar Sgolik begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden, unter ihnen den stellvertretenden Bürgermeister und Finanzsenator Björn Fecker, die Spitzen der Universität mit Kanzler Sergei Kouzmine und Präsident Turgut Tülü, Lemwerders Bürgermeisterin Christina Winkelmann, Bremen Norder Bürgerschaftsabgeordnete, die Ortsamtsleiter Florian Boehlke und Oliver Fröhlich sowie Mitglieder des Beirates.
Gunnar Sgolik listete eine Reihe von Maßnahmen und Projekte auf, die den Stadtteil neu beleben sollen. Er zeigte sich erfreut, dass es am Hafen vorangeht und die Speicherstadt sich positiv entwickelt. Das Polizeikommissariat wäre bereits eingezogen. Der Sedanplatz erhält ein neues Gesicht. Und es tut sich eine Menge auf dem Steingutareal. Viel investiert worden sei in Sportanlagen. Mit dem Festessen war erneut ein Spendenaufruf für ein neues Projekt des Martinsclubs verbunden. Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen können künftig einen landwirtschaftlichen Hof besuchen, um in einer geschützten Umgebung Natur und Tierwelt zu erleben. Die gesamte Sammlung ergab eine Rekordsumme von 3500 Euro.
Nach den Worten von Senator Björn Fecker würde der Stadtteil Vegesack für Zukunft stehen, auch wenn die Tradition mit Wasser, Schiffe und Häfen eine maritime Geschichte widerspiegelt. Denn die Zeit ist hier nicht stehen geblieben, nach einem gewaltigen Strukturwandel. Heute zeigt sich das Mittelzentrum mit vielen verschiedenen Gesichtern, mit einer Lebensqualität, die hier gewachsen sei durch Handel, Dienstleistungen und Geschäften. Die Universität ist ein wichtiger Bestandteil. Der neue Masterplan verspreche eine Menge Strahlkraft. Der Stadtteil lebt wiederum von den Menschen, die hier leben und Verantwortung übernehmen. Seinen Dank richtete Fecker an den Beirat und Jugendbeirat, die eine wichtige Arbeit im Dienste der Demokratie leisten.
Das neue Jahr bezeichnete Präsident Sergei Kouzmine als ein sehr spezielles, weil damit das 25. Jubiläum der Privatuniversität verbunden sei. Es sei eine besondere Institution, weil sie sprichwörtlich international sei, englischsprachig mit einer globalen Studierendenschaft. Zugleich setze sich die Universität große Ziele, um in absehbarer Zeit die Zahl von 5000 Studierenden mit über 120 Nationalitäten zu erreichen, während man längerfristig die 15000er Marke ansteuern möchte. Mit einem Investitionsvolumen von über 500 Millionen Euro soll die Anzahl von Wohnheimplätzen auf dem Campus verdoppelt werden, zugleich ein wichtiger Impulsgeber für Bremen-Nord.
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