70 Jahre Freizi Alt-Aumund

Stets ein beliebter Treffunkt

Das Freizi Alt-Aumund wurde 70. Aus diesem Grunde lud die Einrichtung zu einer kleinen Jubiläumsfeier mit Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt (links) ein. Foto: T

Artikel vom: 04.11.2022

Aumund – (TH) Das Freizi Alt-Aumund feierte den 70. Geburtstag. „Nur wer zuhört, kann verstehen“, ist im Saal auf großen Lettern zu lesen, ein Sinnspruch, der stellvertretend für die Geschichte und Eigenschaft des Hauses steht. Der beliebte Treffpunkt hat viel von seinem Flair behalten. Für viele junge Menschen ist das Freizi ein Stück zu Hause. Das trifft auch für frühere Schülerbands wie die „Rustlers“ und „The Source“ zu, während Livekonzerte mit Blueslegende Alexis Korner und der progressiven Formation „Spooky Tooth“ für Furore sorgten, um nur wenige zu nennen. Und es werden wieder Auftritte zu erleben sein, ist sich das Team sicher. Erste Kostproben gab das Trio „16 Hours“, bestehend aus Felix, Christoph und Noel, die die Jubiläumsfeier eröffneten. Für Peter Krams, stellvertretender Geschäftsführer des DRK Bremen, seit 2007 Betreiber des Hauses, ist es schon ungewöhnlich, auf 70 Jahre zurückblicken zu können. Er dankte dem gesamten Team für die gute Zusammenarbeit, die von Wertschätzung geprägt sei. Die gestellten Anforderungen wären recht hoch zu bewerten, Jugendarbeit zu leisten, bei denkbar knappen Ressourcen. Das Freizi leistet, unterstützt und begleitet junge Menschen, sich mit gesellschaftlichen Prozessen auseinanderzusetzen. Denn Demokratie sei nicht einfach da, sondern müsse erkämpft werden. Sara Dahnken, die für die Leitung der Jugendförderung beim DRK zuständig ist, erinnerte an das Eröffnungsjahr, das vor 70 Jahren, exakt am 26. Dezember, zum 1. Male die Tagesschau ausgestrahlt wurde, während Annemarie Mevissen Sozialsenatorin im Lande Bremen wurde. Umfangreich und differenziert charakterisierte sie die Jugendarbeit im Freizi, die Inklusion beinhalte und geschlechterspezifisch ausgerichtet sei und zugleich viele kreative Schwerpunkte setze, zu der auch die Medienarbeit zähle. Zugleich lerne man auch von den Jugendlichen, weil sie Ideen und Vorschläge einbringen. Für Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt höre es sich zunächst komisch an, wenn ein Freizi 70 wird. Aber auch im Gründungsjahr 1952 gab es Jugendliche, die einen Treffpunkt suchten und ihn am Aumunder Heerweg fanden. Dornstedt zählte später zu den Besuchern, die regelmäßig kamen. Als ehemaliger Schülersprecher der früheren Realschule in Vegesack brachte er sich ein, um die Interessen seiner Generation zu vertreten. Und heute sei er für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil zuständig. „Wir konnten einen Raum im Freizi mitgestalten“, erinnerte er sich, „mitsamt einer großen Anlage, um  Rockmusik von Jimi Hendrix, Ten Years After und Santana zu hören“. Im Beirat Vegesack steht das Thema Jugendarbeit regelmäßig auf der Tagesordnung. Daher freute sich Dornstedt, dass der Jugendbeirat in Kürze aus der Taufe gehoben wird. „Mischt euch ein und nehmt nicht alles als gegeben hin“, so seine Worte. 

Der Saal des Freizi Alt-Aumund war in ein gemütliches Wohnzimmer verwandelt worden, während Billardraum, Küche, Teestube, Atelier, auch ein Proberaum, in dem Bands üben können, besichtigt werden konnten.  Darüber hinaus gab es Infos über die bestehende „Open Stage Bühne“, die jeden ersten Mittwoch im Monat stattfindet. 


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