Die Welt feiert an der Weser
The Rusty Tubs aus Großbritannien. Foto: Band
Artikel vom: 27.07.2026
Vegesack – Das Festival Maritim wurde kürzlich zum beliebtesten Open-Air-Festival der Stadt gekürt. Das Programm setzt vom 31. Juli bis 2. August auf fünf Bühnen wieder auf eine vielfältige Mischung aus langjährigen Publikumslieblingen und neuen musikalischen Entdeckungen.
So prägen in der diesjährigen Ausgabe mehr als 30 Bands, Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Ländern das Line-up. Drei Tage sorgen sie für ein abwechslungsreiches, oft auch überraschendes Programm, das sich zwischen Shanty, Folk, Celtic Rock, Sea Pop, A-cappella und maritimem Punk bewegt. Am Samstag, 1. August, wird es zudem ab 10 Uhr Straßenmusik in der Vegesacker Innenstadt geben.
Die britischen A-cappella-Spezialisten Kimber’s Men sind genauso wieder mit an Bord wie ihre Landsleute von The Sea Band. Aus den Niederlanden stammen Publikumslieblinge wie De Kaapstander, Armstrong’s Patent und Unicorn. Auch die ungarischen Folk-Punker Jolly Jackers kehren an die Weser zurück und werden den Bereich vor der Bühne mit ihrer Show in Bewegung bringen.
„Viele Künstlerinnen und Künstler kommen immer wieder gerne nach Vegesack. Sie schätzen die Nähe zum Publikum, die besondere Stimmung direkt am Wasser und die internationale Gemeinschaft“, sagt Martha Hochschild vom Vegesack Marketing. Sie findet, dass es die Mischung aus Wiedersehen und Neuentdecken ist, die den besonderen Reiz des Festival Maritim ausmacht. Die weiteste Anreise und vielleicht lauteste Fanbase haben die Celtic-Rocker Triddana. Sie tauschen ihre Heimat, die argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, abermals gegen Vegesack – das pulsierende „Home of Sea Music“.
Für andere ist es ein kleiner Sprung vom Proberaum auf die Bühne. Für Hart Backbord beispielsweise und das Erste Bremer Ukulelenorchester. Das sorgt nicht nur aufgrund des namensgebenden Instruments für Aufmerksamkeit. Auch die altersdiverse Besetzung, gut gelaunte Musikauswahl und Sprachenvielfalt fallen auf. Gerne performen sie ihre Songs abseits der Bühne zwischen den Besuchern und Festivaltrubel. Musiker wie sie sind es, die die besondere Atmosphäre ausmachen. Der ukrainische Frauenchor Gloria UA hingegen wird erstmals auf den Bühnen entlang der Maritimen Meile stehen. Ebenso wie die Rusty Tubs aus Großbritannien oder die selbst ernannten „bayerischen Iren“ von Tir Nan Og. Deren keltischer Sound ist von Einflüssen aus Rock, Ragga und Acoustic Punk geprägt.
Der diesjährige Schwerpunkt Polen spiegelt sich auch im Bühnenprogramm wider. Mehrere Bands aus dem Nachbarland bringen maritime Klänge, Folk-Traditionen und moderne Interpretationen an die Weser. So reisen Za Horyzontem an, ebenso wie Sasiedzi, Molly Malone’s und Orkiestra Samanta. Ihre Festival-Maritim-Premiere feiern Branán aus Danzig. Sie bringen einen Mix aus traditionellen irischen Melodien und eigenen Kompositionen auf die Bühne. Damit knüpft das diesjährige Aufgebot auch musikalisch an die Feierlichkeiten rund um die Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig an.
Der Eintritt ist frei. Mit mehr als 100 000 Besuchern zählt das Festival Maritim zu den größten Kulturveranstaltungen Norddeutschlands. Das Programm ist unter www.festival-maritim.de zu finden.
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