Solebad wird stillgelegt
Das Freizeitbad in Vegesack ist in die Jahre gekommen. Nun wurden schwere Bauschäden im Bereich des Solebads festgestellt, das deshalb stillgelegt wird. Betroffen sind unter anderem Rheumakranke und Babys. Foto: rdr
Artikel vom: 12.08.2026
Vegesack (red) – Der Solebereich im Freizeitbad Vegesack bleibt dauerhaft geschlossen. Bei einer Kontrolle der Anlage wurden schwere Schäden am Beton festgestellt. Die genauere Untersuchung machte deutlich: Es handelt sich nicht um einen Einzelschaden. Der Beton ist an mehreren Stellen abgeplatzt, der Stahl darin stark korrodiert. Auch ein tragendes Bauteil unterhalb des Solebeckens ist beschädigt.
Fachleute der Bremer Bäder GmbH haben die Lage gemeinsam mit dem Sportressort bewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Solebereich lässt sich so nicht sicher weiterbetreiben. Das Becken nach der Revision erneut zu füllen, wäre nicht zu verantworten. Das Gewicht des Wassers würde die geschwächte Konstruktion zusätzlich belasten. Deshalb wird der gesamte Solebereich stillgelegt.
„Dass der Schaden rechtzeitig auffiel, ist der regelmäßigen Kontrolle unserer Anlagen zu verdanken“, erklärt der Geschäftsführer der Bremer Bäder GmbH, Daniel van Ballegoy. „Genau dafür sind diese Prüfungen da. Sie sorgen dafür, dass die Sicherheit der Gäste an erster Stelle steht.“
Die Schließung des Bereichs trifft viele Menschen, die das Solebecken schätzen. Kurse, wie das Babyschwimmen, das Schwimmenlernen und die Angebote der Rheuma-Liga, können dort vorerst nicht mehr stattfinden. „Wir wissen, was das für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeutet“, so Daniel van Ballegoy. „Wir werden auf die betroffenen Gruppen zugehen und nach Möglichkeiten suchen, Angebote an anderer Stelle fortzuführen.“
Der normale Schwimmbetrieb und das Schulschwimmen laufen zunächst weiter. Der Zustand der Anlage bestätige, was längst bekannt ist: Das Freizeitbad Vegesack ist in die Jahre gekommen. Deshalb sei der Neubau in Vegesack der erste Umsetzungsschritt im Bäderkonzept 2035. Die Planungen dafür laufen und auf dieser Grundlage entscheide der Senat über die Umsetzung.
„Sicherheit geht vor. Die regelmäßige Kontrolle hat den Schaden erkannt, bevor Gäste zu Schaden kommen konnten. Für die vielen Menschen, die den Solebereich genutzt haben, ist die Schließung ein harter Verlust. Das weiß ich, und das nehme ich ernst. Den Bremer Norden lassen wir damit nicht allein. Der Neubau in Vegesack steht für uns an erster Stelle“, sagt Sportsenatorin Dr. Eva Högl.
Betroffene Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer können sich an die Bremer Bäder GmbH wenden, sofern sie Fragen haben. Nähere Informationen zu möglichen Alternativen sollen folgen, sobald sie feststehen, so die Verantwortlichen. Weitere Informationen zum Angebot der Bremer Bäder GmbH unter www.bremer-baeder.de.
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