Wasserschaden an der Borchshöhe

Dringlichkeitsantrag vom Jugendbeirat zur Unterrichtsversorgung

In diesem noch relativ neuen Mobilbau gab es im Sommer einen Wasserschaden. Foto:Archiv

Artikel vom: 23.09.2024

Vegesack (NIK) – In der Vegesacker Beiratssitzung wurde ein Dringlichkeitsantrag des Jugendbeirats vorgebracht. Es geht dabei um die aus dem Wasserschaden an der Oberschule Borchshöhe entstandenen Probleme bei der Unterrichtsversorgung. 

Jugendbeiratssprecher Koray Köroglu und ein Vertreter der Schülerschaft von der Borchshöhe erläuterten das Anliegen. Der aktuelle Stand sei, dass die  Schüler an Ausweichstandorten zumindest zweieinhalb Stunden am Tag der Schulpflicht nachkommen können. Den Jugendvertretern zufolge seien das die Schule an der Lerchenstraße, die neue Oberschule Blumenthal sowie das Schulzentrum Alwin-Lonke-Straße. 

Hier sehe man auch das größte Problem, denn die Anfahrt dauere eine Stunde mit Umstieg am Bahnhof Bremen-Burg. Man könne gar nicht auf den Punkt bringen, was dabei alles schiefgehen kann. Auch der Weg nach Blumenthal würde für die Schüler eine halbe Stunde Fahrt in regelmäßig überfüllten Bussen bedeuten. Damit wird auch die Dringlichkeit begründet, die vom Beirat direkt einstimmig festgestellt wurde. 

Der Jugendbeirat legt zunächst Wert auf eine Stellungnahme des Bildungsressorts und fordert umfassende Informationen zur Situation. Es wird eine Busverbindung für die betroffenen Schüler gefordert, die vom ÖPNV unabhängig realisiert werden soll. Norbert Arnold (SPD) schlug vor, auf die Option „Homeschooling mit Tablets“ zurückzugreifen. Die Jugendlichen hielten das nicht für praktikabel. Tablets hätten gar nicht alle Schüler, diese seien über die Ferien im betroffenen Gebäude eingelagert gewesen und teilweise kaputt. Der Schülervertreter bemerkte zudem, dass Homeschooling in keinem Fall ein adäquater Ersatz für ordentlichen Unterricht sein könne. 

Natalie Lorke von der CDU betonte, dass Schulleitung und Kollegium nach Kräften unterstützt und notwendige Neuanschaffungen trotz der Haushaltssperre vorgenommen werden müssten. Eine Elternvertreterin aus dem Publikum äußerte die pessimistische Prognose, dass die Situation wohl nicht in drei Monaten zu lösen sei. Eher werde das ganze Schuljahr davon beeinträchtigt. Es müsse einen Plan geben, wie absehbare Lücken aufgeholt werden sollen. Ein Gutachten müsse die Frage beantworten, welche Räume an der Borchshöhe noch genutzt werden könnten. Der Beirat stellte sich einstimmig hinter den Antrag und wird diesen nun der Schulbehörde zuleiten.


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