50 Jahre bei von Rahden

Wolfgang Flömer hatte am 1. August sein Jubiläum und blickt zurück

Jan Peer (links) und Lennart von Rahden (rechts) gehören zur dritten Generation. Wolfgang Flömer konnte den „Jungs“ beim Aufwachsen zusehen. Foto: as

Artikel vom: 11.08.2024

Schwanewede (AS) – Eigentlich wollte Wolfgang Flömer zur Polizei. Doch kürzlich beging er sein 50. Dienstjubiläum bei der Firma von Rahden...

„Ich weiß nicht, wo die 50 Jahre geblieben sind. Ich habe am 1. August 1974 hier im Heidkamp 49 angefangen“, berichtet er. Erika von Rahden persönlich habe bei seinen Eltern angerufen und ihn angeworben.  „Eine tolle Geschäftsfrau und Respektsperson“, resümiert der heute 66-Jährige. Ein Auszubildender sei gebraucht worden, und so hat er Bürokaufmann und Reisebürokaufmann in dem Schwaneweder Bus- und Reiseunternehmen gelernt.

„Aufregend“ sei die Zeit gewesen. Die Ausbildung habe er um ein halbes Jahr wegen überdurchschnittlicher Leistungen verkürzen können. Schon im zweiten Lehrjahr musste er für eine Reiseleiterin einspringen. „Ich war in meinem Leben noch nicht in Südtirol“, berichtet er über die Reise. Dennoch habe sich damals ein Kontakt zu mitreisenden Australiern ergeben, der bis heute hält.

Nach der Lehre sei er im Reisebüro der von Rahdens tätig gewesen und 1981 als Disponent eingestiegen. Als solcher habe er die Planungen für die Fahrer und die Fahrzeuge übernommen. Damals habe das Unternehmen 30 Mitarbeiter und 17 Fahrzeuge gehabt, heute sind es 120 Mitarbeiter und 85 Fahrzeuge; Tendenz steigend. Neben der Bürotätigkeit sei er Bus gefahren oder beim Abschleppdienst des Unternehmens tätig geworden. In der Werkstatt habe er das A und O gelernt, sich zudem um Busvermietungen und die Großkunden gekümmert. Mit der Zeit habe er ein nationales Netzwerk aufgebaut. Und Bus sei er richtig gern gefahren...

„Es ist eine Schlüsselstelle zwischen Geschäftsleitung, Fahrern, Kunden und Kollegenbetrieben. Man muss organisieren können“, erklärt Lennart von Rahden die Arbeit des Disponenten. „Wolfgang war für uns immer erreichbar, ob Tag oder Nacht“, lobt er den Mitarbeiter, der eigentlich in den Ruhestand gegangen ist, aber noch zwei Mal in der Woche halbtags der Firma zur Verfügung steht.

„Wolfgang ist heute noch ein sehr geschätzter Mitarbeiter. 50 Jahre in einem Unternehmen zu arbeiten, hat viel mit Loyalität zu tun. Von ihm kann man sich als junger Mensch etwas abgucken: wie man hilfsbereit ist und freundlich mit Menschen umgeht. Er ist ein gutes Vorbild für die junge Generation. Er hat dieses ‚höher, schneller, weiter‘, fährt diese ‚Extrameile‘, und das mit Herzblut und Fingerspitzengefühl“, berichtet Lennart von Rahden.

Ein bisschen Psychologie gehöre dazu: „Man muss zuhören können“, weiß Wolfgang Flömer. Wie er lange Arbeitstage überstanden hat? „Immer lustig sein, Spaß haben. Lachen ist gesund!“, erklärt er sein Lebensmotto. „Wir danken Dir herzlich, dass Du uns nach 50 Jahren immer noch erhalten bleibst“, so Lennart von Rahden.


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