Freundschaftliche Begegnungen
Der neue Verkehrsknotenpunkt wurde am Bahnhof in Sztum eingeweiht. Foto: th
Artikel vom: 08.10.2026
Ritterhude – (th) Die Entfernung in die Partnergemeinde Ritterhude beträgt 912 Kilometer. Diese Zahl ist aktuell auf dem Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof der polnischen Stadt Sztum zu sehen. In einer Zeremonie wurde der große Kreisel seiner neuen Bestimmung übergeben. Die Gemeinde Ritterhude hatte aus diesem Anlass einen Eichenbaum und eine Sitzbank gespendet.
Umfangreich fiel das viertägige Besuchsprogramm aus. Außerordentlich gastfreundschaftlich zeigte sich die Stadtverwaltung Sztum, die zudem auch Gäste aus der französischen Stadt Val de Reuil, mit der auch Ritterhude partnerschaftlich verbunden ist sowie aus Kupiskis in Litauen begrüßte. Anlässlich des 610-järigen Bestehens der Stadt fand ein Empfang statt, an dem sich eine Teilnahme am Festumzug zum Stadtpark anschloss. Im Rathaus betonte Bürgermeister Bartosz Mazerski den Wert der Freundschaft. Mit dem Erntedankfest wurde ein weiteres Großereignis gefeiert, weil es für die gesamte Woiwodschaft Pomorskie ausgerichtet wurde. Bartosz Mazerski seinen Vorgänger Leszek Tabor „als Vater unserer Partnerschaft“. „Doch nun sind sie eingeladen, das umfangreiche Programm zu genießen.“ Bei einem Empfang und Festessen im Hotel Jonatan bewertete es Birgit Borow, stellvertretende Bürgermeisterin Ritterhudes, als außerordentliche Ehre und Freude, das Stadtfest gemeinsam zu feiern.
Seit Jahren verbindet die Gemeinden eine enge Partnerschaft, getragen von Freundschaft auf der Basis der europäischen Idee, so Birgit Borow. Der Ratsvorsitzende Ritterhudes, Hans R. Gfroerer, unterstrich das Bemühen der Menschen, ihre Hoffnung, ihren Wunsch nach Frieden, aber auch ihre Fähigkeit, aufeinander zuzugehen. Die EU sei deshalb weit mehr als ein gemeinsamer Markt, sondern auch ein Versprechen von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde, Demokratie und Frieden.
Auch Bürgermeister Marc Antoine Jamet aus Val de Reuil würdigte die bestehende Partnerschaft, die auf verschiedenen Ebenen wie die Bereiche Sport und Schüleraustausch besteht. Er lobte die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen der Stadt Sztum. Algirdas Raslanas, Präsident der Stadt Kupiskis, dankte für die Einladung. Er freue sich, die Partner in Sztum zu treffen.
Ein herausragendes Violine- und Orgelkonzert in der St. Anna Kirche eröffnete das Programm mit Ausstellungen und Konzerten an den Folgetagen. Nach der Besichtigung der 100-jährigen Justizvollzugsanstalt folgte die feierliche Eröffnung des Verkehrskreisels am Bahnhof Sztum. Künftig lässt es sich auf Schildern exakt ablesen, wie weit die einzelnen Partnerstädte von Sztum entfernt sind. Doch zuvor zerschnitten die beteiligten Bürgermeister und Ratsvertreter das gemeinsame Band, um den Verkehr für den neuen Knotenpunkt freizugeben. Im Anschluss fand die offizielle Eröffnung des Erntefestes statt. Nach dem Erntefestgottesdienst formierte sich am Sonntag ein Festumzug zum Stadtpark, auf dem sich zahlreiche Buden und Stände mit Köstlichkeiten aus der Region befanden. Die Ausstellung „Ikone – Licht und Gold“ war im Kulturzentrum zu sehen, zu der die Künstlerinnen Alicja Bartnicka, Agnieszka Rutka-Napiwodzka gemeinsam mit Andrzej Rydzanicz eingeladen hatten. Den krönenden Abschluss bildete das Freiluftkonzert mit der polnischen Sängerin „Blanka“, gefolgt von der legendären Band „De Mono“ aus Warschau.
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