Ampelregelung bleibt
Der Gemeinderat entschloss sich, dass aus dem Provisorium eine Dauerlösung wird, wie es Bernd-Martin Mattfeldt (CDU) vorschlug. Foto: th
Artikel vom: 12.05.2026
Ritterhude – (th) „Wir haben den Wunsch erhalten, die Ampelregelung dauerhaft zu betreiben. Ein eingeholtes Gutachten bestärkt uns darin.“ Michael Keßler, Leiter des Bauamtes Ritterhude, sprach sich für diese Lösung aus, um die Verkehrsströme Am Großen Geeren sicherer durch die Tunnelröhre zu führen. Auch für den Linienbus 680 wäre es optimal, weil der Fahrplan besser eingehalten werden kann. 375000 Euro wurden für das Provisorium aufgenommen, das inzwischen viele Gemüter beruhigt hätte. Seit längerer Zeit wäre es zu schwierigen Verkehrssituationen gekommen. Trotz einer klaren Vorfahrtsregelung hätten einzelne Verkehrsteilnehmer eine Vorfahrt erzwungen, so dass es in Einzelfällen zu heftigen Auseinandersetzungen führte. Auch Radfahrer wären wiederholt gefährdet worden. Michael Keßler schlug vor, zu nächtlicher Zeit kürzere Grünphasen zu schalten, um ein schnelleres Passieren des Engpasses zu bewirken. Im Verlauf der Ausschusssitzung für Bau, Planung, Verkehr und Umwelt zeigte sich auch Bürgermeister Jürgen Kuck überrascht über viele positive Rückmeldungen, weil die Verkehrsteilnehmer geordnet den Tunnelabschnitt passieren können. Ein großes Lob richtete Bernd-Martin Mattfeldt (CDU) an das Bauamt. Der Ampelregelung erteilte er die Note „sehr gut“. Seine Partei hatte den Antrag eingereicht. Für Moritz Rauch (Grüne) mache es Sinn, wenn Am Großen Geeren eine Fahrradstraße eingerichtet wird und die Ampelanlage Bestand behält. Wilfried Guttmann (Team Ritterhude) bewertete die Summe von 375000 Euro unverhältnismäßig hoch. Uwe Helmers (SPD) räumte ein, dass sich seine Fraktion mit einer Ampelregelung sehr schwergetan hätte.
Inzwischen stelle man fest, dass es recht gut funktioniert. So sei es auch am Ihlpohler Kreisel der Fall gewesen. Wolfgang Goltsche (Grüne) votierte wiederum für zeitnahe Entscheidungen. Michael Keßler verwies erneut auf die Linienführung des Busses, den man ohne Ampelregelung nicht durch die Röhre hindurchführen könne. Dominik Vinbruck, Baudezernent vom Landkreis Osterholz, hielt diese Regelung für zwingend notwendig, zumal die Deutsche Bahn den Bahnübergang sanieren lässt. Ohnehin mache es Sinn, das Straßenstück gut herzurichten, da der Fahrbahnbelag unzureichend sei. Eine 30 Stundenkilometer-Regelung wird es wiederum nicht geben. Michael Keßler sprach sich dafür aus, alles zeitversetzt durchzuführen. Sonst stehe man vor einem Verkehrsinfarkt, wenn zugleich der Übergang gesperrt wird.
Die Abstimmung ergab eine Mehrheit für die provisorische Ampelanlage, die mit der Verabschiedung des Haushaltes im Jahre 2027 dauerhaft installiert und finanziert wird.
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