Neubau der Dammbrücke steht bevor
Auch der Neubau der Dammbrücke wird in Kürze erfolgen. Mit der Fertigstellung ist im Mai 2028 zu rechnen. Foto: th
Artikel vom: 22.05.2026
Ritterhude – (th) Ein Neubau der Dammbrücke steht unmittelbar bevor. Wenn die Fertigstellung der Schlossbrücke im Mai abgeschlossen ist und die Verkehrsströme wieder fließen, wird die wichtige Verbindungstraße zwischen der Kreisstraße 43 und der Riesstraße gesperrt werden.
Nähere Informationen legte Dominik Vinbruck, Baudezernent des Landkreises Osterholz, dem Fachausschuss für Bau, Planung, Verkehr und Umwelt in Ritterhude vor. Mit der Einrichtung der Großbaustelle ist auch die Erneuerung des gesamten Straßenstückes auf einer Länge von 500 Metern verbunden. Zeitgleich wird hanseWasser einen neuen Regenwasserkanal verlegen. Im Jahre 2013 wurde bekannt, dass für das Bauwerk korrosionsgefährdete Stoffe aus Stahl eingebaut worden sind. Daher wurden seit 2017 jährliche Sonderprüfungen des Brückenbauwerkes vorgenommen, um mögliche Rissbildungen zu beobachten, das jedoch nicht der Fall gewesen sei. Die Pfeiler weisen keine Schäden auf. Doch die Widerlager, auf denen das Bauwerk steht, müssen ersetzt werden.
Die Brücke wird um sieben Meter verlängert und die Fahrbahn um einen halben Meter verbreitert. Ein gemeinsamer Fuß- und Radweg ist wieder eingeplant. Am Knotenpunkt, dem Mündungsbereich, wo die Dammstraße in die Riesstraße und Fergersbergstraße abzweigt, wird der Kurvenradius erweitert. Zwei Querungshilfen werden jeweils für Radfahrer und Fußgänger errichtet. Kürzlich ist die Ausschreibung für das Bauvorhaben erfolgt. Die vorliegenden Angebote werden im Zeitraum Juni-Juli geprüft. Und im August wird der nötige Zuschlag erteilt und Gespräche mit der beauftragten Firma geführt. Nach zwei Jahren ist im Mai 2028 mit der Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme zu rechnen. Für das gesamte Vorhaben einschließlich der Dammstraße ist mit 9,5 Millionen Euro zu rechnen. Die Baukosten werden gefördert vom Bund und Landkreis. Unmittelbar nach den Sommerferien wird eine öffentliche Informationsveranstaltung im Hamme-Forum stattfinden.
Unklarheit besteht darin, ob sich die Querungshilfen bewähren. Es sei für Kinder und Senioren mit Gefahren verbunden, mahnte Wolfgang Goltsche (Grüne). Wenn man aus der Niederender Straße die Brücke erreichen möchte, ist eine weitere Querung notwendig. Darauf verwies auch der Seniorenbeirat. Bernd-Martin Mattfeldt (CDU) schlug vor, eine Unterführung für Fußgänger unter der Brücke zu prüfen.
Bürgermeister Jürgen Kuck brachte eine Ampelanlage in die Diskussion, um ein gefahrloses Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Doch das sei zu aufwendig und kostenintensiv, so die Planer. Die Kosten für einen gesonderten Gehweg, den Wilfried Guttmann (Team Ritterhude) vorschlug, müsste die Gemeinde tragen.
Die behördlichen Vertreter aus der Kreisstadt sicherten zu, die eingebrachten Vorschläge zu prüfen. Dazu zähle auch eine Temporegelung. Bislang geht die Straßenverkehrsbehörde im Brückenabschnitt von einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde aus.
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