Neue Wohneinheiten werden entstehen
Das Wohnquartier an der George-Albrecht-Straße wird neu und umfangreich gestaltet werden. Dafür wurde dem Beirat Blumenthal die aktuelle Rahmenplanung präsentiert. Foto: th
Artikel vom: 08.09.2026
Blumenthal – (th) „Wir wollen eine Neuordnung, die aus städtebaulichen Gründen notwendig ist.“ Aufgrund der bestehenden Wohngebäude machten existierende Missstände den großen Schritt für eine umfangreiche Neugestaltung notwendig. Dabei spiele die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum eine große Rolle. Hanna Augustin aus dem Hause der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung legte dem Beirat Blumenthal eine umfangreiche Liste von geplanten Maßnahmen vor.
Für die weiteren Ausführungen nahm das Architekturbüro De Zwarte Hond aus der Niederlassung Köln an der öffentlichen Sitzung teil. In diesem Zusammenhang sprachen die Planer von einer Abwärtsspirale, die für das Wohngebiet im Zentrum Blumenthals kennzeichnend sei. Das beziehe sich auch auf die Mühlenstraße und den Marktplatz. Gebäude wurden nicht gepflegt, so dass sie zunehmend verrotteten. Die bestehenden Freiräume, die keine klare Struktur aufweisen, würden mit einzelnen Autos zugestellt. Die PKW-Stellplätze überstiegen die Nachfrage und versiegelten zu viel Flächen. Der Planer sprach von einem Unterauslastung. Das gebe Luft für die künftige Entwicklung von zusätzlichem Wohnraum und für die Planung des Außengeländes.
Es müsse unter städtebaulichen Gesichtspunkten entschieden werden, welche Gebäude abgerissen werden. Dafür wurden Modelle entwickelt. Die Rede ist von vier Gebäuden, die als mehrgeschossiger Reihenhaustypus vorgesehen sind. Ein freies Blickfeld soll auf die halböffentlich geplanten Flächen gewährleistet werden. Die gesamten Wohneinheiten sollen sich von 98 auf 111 erhöhen, während die Stellplätze von 96 auf 81 reduziert werden.
Die Emmalene-Bulling-Straße ist als Eingang ins Wohnquartier zu verstehen. Dort befinden sich zwei Geschosshäuser mit unbebauten Grundstücken. Es sei denkbar, dass im unteren Teil der Fußweg verbreitert wird. Es könnte zudem ein öffentlicher Garten mit Trassierung entstehen. Die zeitlichen Abläufe würden im vierten Quartal zu einer Beschlussfassung des Senats führen. Es werden Gutachten erstellt und eine Ausarbeitung des Bebauungsplanes, so dass im darauffolgenden Jahr eine Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Behörden erfolgen werde.
Ziel des IEK Blumenthal werde es sein, die gesamte Situation der George-Albrecht-Straße und die Anbindung an die Mühlenstraße zu verbessern. Es wurden bereits Wohneinheiten angekauft und ein Leerzug eingeleitet. Das träfe auf die Häuser 13 – 16 a-f zu. Nach einem Rückbau wird es zur Vermarktung kommen. Dafür sei ein verlässlicher Akteur wie ein Wohnungsunternehmen notwendig.
Die Rede ist im übrigem von 100 Wohneinheiten, die neu entstehen sollen. Der Investor könne die weitere Planung vorantreiben, aber auch einzelne bestehende Häuser sanieren und die Freiflächen neu gestalten. Das Datum einer Fertigstellung bleibt noch offen. Das hänge an mehreren Faktoren, wie der Verkauf der Flächen und Gebäude.
Hans-Gerd Thormeier (CDU), Sprecher des Beirates, erklärte, es sei dem Beirat viel daran gelegen, dass die nächsten Schritte schnell erfolgten. Dabei sicherte er seine Unterstützung zu.
Marc Pörtner (Die Grünen) verwies auf die neuen Richtlinien, dass Bebauungspläne zügig gestellt und bearbeitet werden können. Zudem erkundigte er sich, ob das Areal an die Fernwärmeversorgung angeschlossen wird. Und er stellte die Frage nach der künftigen Bewohnerstruktur und ob die ehemaligen Bewohner zurückkehren können. Holger Jahn (CDU) erkundigte sich nach möglichen Änderungen an den bestehenden Fassaden.
Quartiersmanagerin Carola Schulz plädierte für einen geförderten Wohnungsbau. So könnten Menschen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen unterkommen. Ein Rückkehrrecht für einzelne Bewohner werde es nicht geben, so Hanna Augustin. „Wir unterstützen, dass die Bewohner neue gesicherte Wohnungen bekommen“.
Es bleibe noch abzuwarten, ob das Quartier mit dem Fernwärmenetz verbunden wird. Die Gebäudefassaden können geändert werden.
Abschließend bedankte sich der Beirat für die Ausführungen aller Beteiligten, auch die des Bauamtes Bremen-Nord, was die Zuhörerschaft mit Beifall quittierte. Die Rahmenplanung sei für Blumenthal gut. Der Beirat will den gesamten Prozess positiv begleiten.
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