Planungen sind vielversprechend
Die Planungen für die Neugestaltung der Bahrsplate schreiten voran. Inzwischen wurde dem Beirat Blumenthal ein umfangreiches Konzept präsentiert, wie die Umgestaltung aussehen soll. Foto: th
Artikel vom: 22.09.2026
Blumenthal – (th) Auf der Bahrsplate steht eine parkähnliche Fläche zur Verfügung. Mit der Neugestaltung soll eine gewisse Qualität erreicht werden. Das sagt der Stand der aktuellen Planungen aus, der dem Beirat Blumenthal zur Beratung vorgelegt wurde.
Fabian Karle, Landschaftsarchitekt aus dem Hause Planorama in Berlin, präsentierte auf der öffentlichen Sitzung ein überzeugendes Konzept, das auf Zustimmung stieß. Auch Dr. Hanna Augustin, zuständig für die Stadterneuerung im Hause der Bausenatorin, sprach eingangs von den Ausbaumöglichkeiten, die im Rahmen des IEK Blumenthal eine gute Basis für die vorgesehenen Umgestaltungsmöglichkeiten bilden.
Man verfolge das Ziel, mit dem Projekt die Sanierung Blumenthals voranzubringen. Nachdem mehrere Konzepte vorlagen, erhielt Planorama den Zuschlag und somit die verdiente Auszeichnung für die überzeugendsten Vorschläge der vorgesehenen Umgestaltung. Hanna Augustin bezeichnete es als einen freiräumigen Entwurf, der noch nicht als Projektplanung zu verstehen sei. Im Vorfeld ist vieles passiert.
Es wurde mit vielen Behörden gesprochen und von vielen Beteiligten, auch interessierten Bürgern, viele Vorschläge eingeholt, berichtete Fabian Karle. Die Gedenkstätte bildet dabei einen zentralen Ort. Zugleich werden auf der Rasenanlage Freizeitsport- und Ruheflächen sowie der bestehende Spielplatz auf der Gesamtfläche verankert. Noch ist unklar, ob eine Modultoilette aufgestellt wird. Die notwendigen Anschlüsse wären bereits vorhanden. Der große Rundweg würde wiederum alle Bereiche wie die Gartenanlage zu einer Einheit zusammenfügen. Dabei wird an einer hellen Asphaltierung festgehalten, weil das langlebige Material hochwasserresistent sei.
Für eine große Aufenthaltsqualität sorgen der Verlauf des Uferbereiches bis zur Hafenspitze. Der „Stern“ soll erhalten bleiben, ausgestattet mit Sitzflächen. Er wird weiterhin auch als Unterstand dienen. Zusätzliche Pflanzungen dürfen den Innen- und Außenbereich der Deichanlagen nicht berühren. Eine barrierefreie Querung von der Weserstrandstraße wird zur Gedenkstätte führen. Man berücksichtige den Wunsch, dass die schlauchförmige Zuwegung eine geeignete kompaktere Freifläche erhalte, um dort Versammlungen durchzuführen.
Für die Spielflächen wurden acht Geräte in die engere Wahl genommen, so dass die kleineren Kinder schaukeln, klettern und balancieren können. Für die größeren sind ein Rutsch- und Kletterturm sowie Wasserspiele vorgesehen. Der Gartenbereich soll erneuert werden. Auf der Rasenanlage werden zusätzliche Stauden gepflanzt werden. Die bestehenden Waschbetonplatten sollen ersetzt werden. Auch zusätzliche Bänke werden aufgestellt. Die Rönnebecker Hafenspitze soll möglichst eine freie Sichtachse erhalten. Daher soll sie nicht mit Autos zugestellt werden. Der vielfältige Baumbestand wird ergänzt. Dabei wird es eine Mischung aus einheimischen Hölzern und klimabeständigen Sorten sein, berichtete Fabian Karle.
Spätestens Anfang 2027 wird der Beschluss der Baudeputation folgen. Dann ist der der Umweltbetrieb an der Reihe, so Hanna Augustin. In der Aussprache wurde deutlich, dass der Stein der Hoffnung auf der Gedenkstätte erhalten bleibt. Eventuell wird die Anlage leicht versetzt, um den Ort kompakter zu gestalten. Aufgrund einer späteren notwendigen Deicherhöhung bleibt es offen, welche Folgen es für die gesamte Gartenanlage haben wird. Für das bestehende Bootshaus wurden notwendige Parkplätze eingefordert. Allein das bestehende Restaurant verfügt über 60 Sitzplätze. Doch nach dem Stand der Planungen soll zugleich die Spitze am Hafen in eine attraktive Außenanlage münden. Der Stachel auf der Anlage bleibe Autoverkehr, der sich auf der Anlage am Fähranleger bewege, so Holger Jahn (CDU). Er regte an, eine Pflasterung für den Abschnitt zu wählen, für die Fußgänger, wenn sie die Fahrbahn überqueren.
Dabei soll sie höhengleich zur Straße verlaufen. Als notwendig betrachtet Jahn einen nötigen Parkraum für die Gäste des Bootshauses. Marc Pörtner (Grüne) bezeichnete das Konzept als sehr gelungen. Er erkundigte sich nach einer möglichen Regenwasserspeicherung und freien Grillflächen sowie einem barrierefreien Zugang zum Lokal. Auf die Frage von Christian Milpacher (SPD) würde der Weg am Wasser samt Böschung unverändert bleiben. Als technisch schwierig, teuer und aufwendig bezeichnete der Planer eine Zisterne. Grillflächen in fest gelegten Arealen oder auf den allgemeinen Freiflächen wären möglich. Der Beirat stimmte abschließend der vorliegenden Rahmenplanung zu.
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