Gütesiegel für das Overbeck-Museum
Bei der Zertifizierung: Professor Dr. Rolf Wiese, Vorsitzender des MVNB e. V., Dr. Katja Pourshirazi, Leiterin des Overbeck-Museums und ihre Volontärin Malea Frickmann, Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur (von links). Foto: Ulrich Pucknat
Artikel vom: 28.03.2026
Vegesack – (as) Das Overbeck-Museum wurde ausgezeichnet: Als einzige Bremer Einrichtung hat es in diesem Jahr das Museumsgütesiegel erhalten. „Ich freue mich und wir sind stolz darauf. Eine Rezertifizierung ist kein Selbstläufer“, erklärt Leiterin Dr. Katja Pourshirazi. Wie vor acht Jahren habe sie sich vor einem Jahr beworben. Das Team habe Beratungen und Weiterbildungen bekommen, das gesamte Verfahren wieder durchlaufen, dann wurde ein Gutachten geschrieben. „Das ist eine schöne Anerkennung unserer Arbeit“, so die Museumsleiterin. „Wir mussten nachweisen, was in den sieben Jahren passiert ist und müssen uns immer weiter professionalisieren und verbessern.“
Gelobt worden sei das Team für die inklusive und partizipative Arbeit – zum Beispiel ermöglichen Tastmodelle (wir berichteten) Menschen mit Seheinschrenkungen die „Betrachtung“ der Bilder mit den Händen. Lob habe es auch für die Arbeit mit Schulklassen für die Vernetzung innerhalb Bremens und darüber hinaus und für das große ehrenamtliche Engagement gegeben. Mittlerweile seien es 67, vor sieben Jahren wären es 55 Freiwillige gewesen. „Das ist für uns eine schöne Rückmeldung. Ich bin sehr guten Mutes für die nächsten sieben Jahre“, so Dr. Katja Pourshirazi. Für 2031 will sie sich die Bewerbung für das Gütesiegel schon in den Kalender schreiben.
Das Overbeck-Museum und 14 Häuser aus Niedersachsen wurden im Rahmen der Jahrestagung des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e. V. (MVNB) mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet.
Die ausgezeichneten Häuser stünden für die große Vielfalt der Museumslandschaft in beiden Bundesländern und zeigten, wie engagiert Museen ihren gesellschaftlichen Auftrag wahrnehmen, heißt es von Seiten des Verbandes.
Das Museumsgütesiegel basiert auf den bundesweit anerkannten „Standards für Museen“ und zeichnet Einrichtungen aus, die ihre Qualität langfristig sichern und weiterentwickeln.Die Museen durchlaufen ein strukturiertes Verfahren aus Selbstevaluation, Konzeptarbeit und Qualitätsverbesserung. Die Auszeichnung gilt für sieben Jahre und unterstützt die Häuser dabei, ihre Angebote, Vermittlungsformate und organisatorischen Strukturen nachhaltig zu stärken.Seit Einführung der Zertifizierung 2006 konnte das Museumsgütesiegel bereits an über 200 Museen vergeben werden.
„Museen sind Orte, an denen wir miteinander ins Gespräch kommen, an denen Geschichte lebendig wird und an denen wir uns als Gesellschaft immer wieder neu verorten. Die ausgezeichneten Häuser zeigen mit großem Engagement, wie verantwortungsvoll und kreativ sie diesen Auftrag erfüllen. Das Museumsgütesiegel macht diese Leistung sichtbar und stärkt die Museen in ihrer Rolle für unsere demokratische Kultur“, sagte Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, bei der Preisverleihung.
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