Stimmung verbessert sich leicht

Vertreter der Handwerkskammer Bremen stellten den Konjunkturbericht Herbst 2025 vor

Die Pressekonferenz fand im Autohaus von Ralf Orléa mit Thomas Kurzke, Präses der Handwerkskammer, Oliver Kriebel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, und Alexander Gündermann, Hauptgeschäftsführer (von links), statt.  Foto:rdr

Artikel vom: 13.10.2025

Blumenthal – (rdr) Im Autohaus Orléa an der Lüssumer Straße stellten Vertreter der Handwerkskammer Bremen jüngst den Konjunkturbericht Herbst 2025 vor. Präses Thomas Kurzke lobte Autohaus-Inhaber Ralf Orléa für dessen Aktivität und befand die Autobranche als derzeit „sehr spannend“. Die Stimmung im Handwerk sei aktuell nicht überragend, „aber es geht aufwärts“. Ein großes Problem seien weiterhin fehlende Fachkräfte. Diejenigen, die sich digital aufgestellt hätten, seien im Vorteil. 

Alexander Gündermann, neuer Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, erklärte, er sei beeindruckt, wie das Handwerk in Bremen aufgestellt sei. Man setze auf starke duale Ausbildungen. 

Auch sein Stellvertreter Oliver Kriebel stellte eine leichte Aufwärtsbewegung fest. Die Stimmung sei positiv, allerdings würde es an Arbeitskräften mangeln. Dabei sei das Handwerk attraktiv. „Und das wird so bleiben.“

Ralf Orléa berichtete aus seiner Branche. 45 000 elektrisch betriebene Autos seien im September in Deutschland zugelassen worden. „Da sieht man, wo die Reise hingeht.“ Reinen Verbrennern sollte man langsam den Hahn abdrehen, befand der Autohaus-Chef. „Ein sachter Ausstieg wäre gut.“

Die Betriebe in Bremen würden zweimal pro Jahr anonym befragt, sagte Oliver Kriebel. Danach habe sich im Sommer 2025 ein konstantes Gesamtbild gezeigt. 20,5 Prozent der Betriebe berichteten von einer guten Geschäftslage, 58,4 Prozent bewerteten ihre Situation als befriedigend und 21,1 Prozent stuften ihre Lage als schlecht ein.

Laut Umfrage ist die Verkaufspreisentwicklung im abgelaufenen Berichtszeitraum relativ konstant verlaufen. 62 Prozent der befragten Betriebe hätten ihre Preise stabil gehalten, 19,3 Prozent diese erhöht, während 18,7 Prozent ihre Preise sogar gesenkt hätten. 

Die Umsatzerwartungen für den kommenden Winter sind leicht positiv. 65,1 Prozent der Betriebe erwarten konstante Umsätze, 18,1 Prozent gehen von weiter steigenden Umsätzen aus und 16,9 Prozent rechnen mit sinkenden Umsätzen.


Weitere interessante Artikel

„Hausgezeichnet“

Schönebeck – Die neue Ausstellung im Kunstkeller von Schloss Schönebeck zeigt viele Motive historischer Architektur. Die Künstlerin Isa Fischer erzählt, dass sie schon seit ...

Kinderärzte ungleich verteilt

BREMEN-NORD – (nik) Obwohl in Bremen-Nord besonders viele Kinder und Jugendliche leben, gibt es deutlich weniger Kinderarztpraxen als in anderen Stadtteilen. In einem Brief an das ...

Gewinne für kreative BLV-Leser

Bremen-Nord – (rdr) Wie in jedem Jahr hat die Wochenzeitung Das BLV mit Hilfe der Leserinnen und Leser eine Weihnachtsausgabe mit vielen Geschichten, Gedichten und Fotos produziert. Die besten ...

Lange Wartezeit in der Notaufnahme

Bremen-NOrd – Hilde Tauchert (Namen von der Redaktion geändert) möchte auf keinen Fall mehr in die Notaufnahme des Klinikums Bremen-Nord. Die 93-Jährige war am Samstag, 3. ...

Geändertes Elektrogerätegesetz

Bremen – (as) Hersteller von elektronischen Geräten sind seit Beginn des Jahres verpflichtet, diese nicht nur zurückzunehmen, sondern auch zu recyceln. So soll laut Bundesregierung ...

Radfahren bei Eis und Schnee

Bremen-Nord – (as) „Es gibt Menschen, die auch im Winter auf das Fahrrad angewiesen sind“, weiß Jürgen Möller, Sprecher der ADFC-Stadtteilegruppe Bremen-Nord. Wer ...

Szenarien für den Nahverkehr 2040

Bremen – (nik) Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat ein Gutachten zur Kostenentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs im Bundesland Bremen erarbeiten lassen. Dies soll einen ...

„Duft von Braten und Geduld“ gewinnt

Bremen-Nord – (as) Die Gewinnerinnen und Gewinner unseres Weihnachtswettbewerbs stehen fest, und die Auswahl war in diesem Jahr besonders schwer. Wunderschöne Geschichten, Gedichte und ...

Souveränität statt Abhängigkeit

Region – (jm) Bremen-Nord war immer eine Region von Machern. Unternehmer, die ihre Betriebe selbst führten. Menschen, die ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nahmen. Doch die ...