Wunder Erde

Wunsch nach einer friedlichen Welt

Artikel vom: 31.12.2023

„Ist es nicht ein Wunder, dass es uns gibt?“, fragt der norwegische Schriftsteller, Philosoph, Theologe und Literaturwissenschaftler Jostein Gaarder, Autor des Bestsellers „Sophies Welt“. Die Frage verkörpert den Titel seines neuesten Buches, das er in Form literarischer Briefe an seine sechs Enkel geschrieben hat. Darin geht er unter anderem darauf ein, wie er als Kind einen Moment erlebte, in dem ihm das „Wunder Welt“ bewusst wurde. Er berichtet von den Aussagen von Astronauten, die die Erde vom All aus gesehen haben. Und er erzählt von einem Foto, geschossen aus den Weiten des Weltraums, auf dem die Erde ihm so groß wie ein Fussel erschien.
Angesichts dieser „Fusseligkeit“ sollten Probleme auf Nanometergröße schrumpfen, dennoch sind sie vorhanden und gefährden unser aller Sein: Armut, Gewalt, Kriege, um nur einige zu nennen ... wir Menschen bekommen es einfach nicht gebacken, die Welt zu befrieden und sie zu erforschen, anstatt sie zu zerstören.
Seit 2022 gibt es wieder Krieg in Europa. 2023 ist zu den Konflikten in der Welt noch der Nahost-Krieg dazugekommen.
Als Kinder hatten wir Schneekugeln aus Glas. Wenn man sie schüttelte, verwandelte sich die zauberhafte Landschaft darin in ein Winterwunderland. Keiner wäre auf die Idee gekommen, sie absichtlich kaputt zu machen. Unser „Fussel“, auf dem wir durchs All reisen, ist ähnlich zerbrechlich. Deshalb sollten wir ihn schützen, wo wir nur können.
Für die kommende Zeit wünsche ich Ihnen und mir eine friedlichere Welt.


Redakteurin Antje Spitzner

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