Schadnager-Alarm in Fähr-Lobbendorf

Anwohnerinitiative verzeichnet erste Fortschritte bei der Bekämpfung

Wer in Fähr-Lobbendorf eine tote Ratte findet, möge diese im Hausmüll entsorgen, bittet Anna Colarusso-Otten von der Anwohnerinitiative.FOTO: FR

Artikel vom: 31.03.2021

Fähr-Lobbendorf – (RDR) Kürzlich hat sich die Anwohnerinitiative „Rattenparadies Aumund“ gegründet. Anlass war ein vermehrtes Auftreten der Schadnager in Gärten und auf den Straßen rund um die Straßen Schüttes Kamp und Nawatzkistraße. Das nehme überhand, berichtet Anwohnerin Anna Colarusso-Otten. Gemeinsam mit anderen Betroffenen hat sie deshalb die Initiative gegründet und Unterschriften gesammelt. Mittlerweile seien es derer mehrere hundert.
Dies geschah vor einigen Wochen, und seitdem habe sich einiges getan. Kürzlichen seien Vertreter von der Firma hanseWasser, dem Gesundheitsamt der Stadt Bremen und der Firma Hentschke Sawatzki vor Ort gewesen, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Ziel sei es, ein Konzept zu erstellen, das dann flächengreifend eingesetzt werden kann, so Anna Colarusso-Otten. „In dem Gespräch konnte ich auch nochmal bestätigen, dass wir mit unserer Initiative nicht die eigene Verantwortung für korrekte Abfall-entsorgung und Hygiene auf den privaten Grundstücken von uns weisen. Wir benötigen hier allerdings die Unterstützung und ein Konzept von Fachleuten und die professionelle Auslegung von Ködern, durch die Stadt Bremen“, sagt die Anwohnerin. Aus ihrer Sicht sei es sinnvoll, dass Betroffene sich die gelbe Tonne zum Entsorgen von Verpa-
ckungsabfällen zulegen sollen. Möglich sei das unter gelber-sack.bremen@rmg-gmbh.de. Gelbe Säcke mit Speiseresten würden für Ratten ein Nahrungsangebot darstellen. „Darum unsere Bitte an alle hier umzu, helft bitte alle mit. Beantragt bitte eine gelbe Tonne. Entsorgt bitte keine Lebensmittel in den gelben Säcken“, regt Anna Colarusso-Otten an. Außerdem gibt sie zu bedenken, dass künftig mehr tote Ratten aufgefunden werden könnten, wenn hansewasser die Kanalisation spült und Köder ausgelegt werden. Es sei ja Ziel der Aktion, die Anzahl der Ratten zu dezimieren, da diese eine Vielzahl an Krankheiten und Erregern verbreiten könnten. „Jeder Bürgen muss dann aber auch bereit sein, die Ratte – in eine Tüte verpackt – in seinem Hausmüll zu entsorgen“, so die Anwohnerin abschließend.


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