„Bunt und wild“
Ungewöhnlich in einem Museum: eine Schaukel und Wasser. In den 150 Gefäßen ist Wasser aus allen Teilen der Welt, berichtet Dr. Katja Pourshirazi. Die Installation sei ein „Weckruf für Klimaschutz“. Foto: as
Artikel vom: 12.09.2026
Vegesack – (as) „So viele Künstlerinnen, wie noch nie“: Elfin Açar, Ulrike Brockmann, Claudia Christoffel, Christine Huizenga, Edeltraut Rath, Sabine Schellhorn und Ute Seifert zeigen derzeit ihre Werke im Overbeck-Museum. „material girls V“ ist der Titel der Ausstellung, die am heutigen Sonntag, 6. September, 11.30 Uhr, eröffnet wird. Der Name käme daher, dass die sieben mit unterschiedlichen Materialien arbeiteten und es ihre fünfte Ausstellung sei, so Dr. Katja Pourshirazi, Leiterin des Museums. Zudem lebten sie, wie das Malerpaar Fritz und Hermine Overbeck einst, in Bremen und Worpswede. Ihre Werke bezögen sich direkt auf die der Overbecks – einige seien extra für die Ausstellung entstanden.
„Bunt und wild“ sei diese, so gebe es beispielsweise Wasserkunstwerke oder eine sprechende echte Pflanze, eine Wäscheleine und ein Bügelbrett. Das seien spannende Installationen mit ernsten Hintergründen. „Meine Herausforderung war es, die passenden Overbeck-Bilder herauszusuchen“, so die Museumsleiterin. 60 ihrer Werke und 40 der zeitgenössischen Künstlerinnen sind bis zum 15. November im Overbeck-Museum, Alte Hafenstraße 30, ausgestellt.
„Ich habe Räume kuratiert, in denen sich die moderne Kunst auf die Bilder bezieht.“ Sie wolle klarstellen, dass auch die Overbecks mit Materialien gearbeitet haben; dass ihre Bilder aus Farbe auf Leinwänden bestünden. Zu sehen ist unter anderem eine Installation von Farbresten von Edeltraut Rath, kombiniert mit Blumenstillleben in den gleichen Tönen. Es gibt einen „grünen Salon“ oder das „Mondscheinzimmer“, mit Werken von Ulrike Brockmann, die zeigten, was das Auge mit Farbe macht. Die „pflegeintensivste Installation, die wir je hatten“ ist ein „Wasser-Werk“ von Ulrike Seifert.
Eine spannende und moderne Ausstellung in der Alten Hafenstraße 30. Weitere Infos: www.overbeck-museum.de.
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