Aue soll erlebbarer werden
Die Schönebecker Aue im Bereich des Sportplatzes der SG Aumund-Vegesack. Foto: nik
Artikel vom: 25.05.2026
Vegesack (rdr) – Auf der Tagesordnung der jüngsten Vegesacker Beiratssitzung stand unter anderem die „Renaturierung der Aue“. Dazu war Ira Zylke aus dem Hause der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft als Referentin zu Gast. Die Fachfrau befand, die Schönebecker Aue sei „eines der schönsten Gewässer hier in Bremen.“ Es handele sich dabei um einen kiesgeprägten Tieflandbach der Vegesacker Geest. Ira Zylke erläuterte, dass sich von dem 17,7 Kilometer langem Gewässer – eines der struktur- und artenreichsten Bremens – nur 3,1 Kilometer in Bremen befänden.
Das Zuhause von unter anderem Salmoniden, also Lachsfischen, und Neunaugen sei chemisch in einem nicht so guten Zustand, und das ökologische Potenzial sei mäßig, so die Gewässerkoordinatorin. Sie beschrieb ein Planungsgebiet entlang der Sportplätze der SG Aumund Vegesack bis zum Vegesacker Bahnhof.
Ziel der vorgesehenen Renaturierungsmaßnahmen sei unter anderem eine Verbesserung der Beschaffenheit von Ufer und Gewässerbett sowie von der Lebensraumqualität für Flora und Fauna. Auch die Aufwertung des Unterlaufbereichs als Aufenthalts- und Erlebnisraum sei wünschenswert. Auch Totholzstrukturen und eine Kiesbank seien vorgesehen, damit das Gewässer bei Tide wieder anfange, zu pendeln. Aus Sicht der Umweltbehörde sei zudem an einer Teilöffnung der Tunnel über der Aue, zunächst jenen am Bahnhof gelegen. Ihr Wunsch sei es, so Ira Zylke, den Warnemünder Weg auf die andere Seite der Aue zu verlegen. Die Planungen sollen nun vergeben werden, bevor es in die Genehmigungsplanung gehen könne. Mit Beginn der Bauausführung rechne sie im kommenden Jahr, so die Referentin.
Christdemokrat Maximilian Neumeyer kommentierte die Präsentation mit „Klingt erstmal ganz gut“, während Ingo Schiphorst, parteilos, sich danach erkundigte, ob eine Renaturierung mithilfe von Bibern angedacht sei. Norbert Arnold, SPD, konnte sich sogar ein kleines Naturmuseum am Bahnhof vorstellen. Thomas Pörschke von den Grünen erinnerte daran, dass die Arbeitsgemeinschaft Bremer Schweiz schon seit 2001 für das Thema engagiere, während Sozialdemokratin Heike Sprehe hinsichtlich des immer noch gesperrten Warnemünder Wegs dahingehend appellierte, dass es dort nun endlich mal eine Lösung geben müsse.
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