Im Kampf gegen die lästige Raupe

Gefahr durch Eichenprozessionsspinner, der in Schwanewede besonders aktiv ist

Diese Aufnahme im Beckedorfer Feld, gleich auf der rechten Seite, von der Sandfurther Straße aus gesehen, hat BLV-Leser Hans-Dieter König gemacht. Ein Job für die Gemeinde, findet er.  Foto: König

Artikel vom: 03.07.2026

Beckedorf (rdr) – Der Eichenprozessionsspinner kann die menschliche Vitalität, aber auch Eichen schädigen. Ursache sei das Nesselgift Thaumetopoein auf den Härchen der Larven, teilt das Bundesumweltamt mit. Dabei gehe nicht nur von frischen Brennhaaren ein Risiko aus, je nach ihrem Alter könnten auch die Brennhaare, die die Raupen in den Gespinstnestern zurücklassen, Reaktionen hervorrufen.   

Auch BLV-Leser Klaus-Dieter König ist von den Eichenprozessionsspinnern betroffen, da eine Eiche vor seinem Grundstück stehe, die befallen war. Aufgrund seiner Nachricht an die Gemeinde habe diese sich schnell um die Beseitigung gekümmert. In der Mühlenstraße habe er auf privatem Grund weitere Bäume mit Eichenprozessionsspinnern entdeckt. Auch darum solle sich die Gemeinde kümmern, findet Klaus-Dieter König.  Die Behörde könne die befallenen Bäume über eine Ersatzvornahme von den Tieren befreien, meint er.

„Auf privaten Grundstücken sind die Eigentümer zuständig“, sagt Schwanewedes Bürgermeisterin Christina Jantz-Herrmann. Eine Ersatzvornahme sei an strenge Regeln geknüpft und beispielsweise dann möglich, wenn ein Baum von einem privaten Grundstück auf die Straße zu fallen droht, wenn sich der Eigentümer sich nicht kümmert. Wenn jemand Eichenprozessionsspinner meldet, dann würden sich ihre Kolleginnen und Kollegen vor Ort ein Bild von Befall und Umfang machen. Wenn es sich tatsächlich um Eichenprozessionsspinner und kein anderes Gespinst handelt, würde eine Spezialfirma mit der Beseitigung beauftragt.  Christina Jantz-Herrmann betont, dass es eine Art Prioritätenliste gebe. Würden Eichenprozessionsspinner beispielsweise auf Spielplätzen oder Kitas gemeldet, dann kümmere sich die Gemeinde am selben, spätestens jedoch am nächsten Tag.

Das Phänomen der unpopulären Raupen sei vergangenen Jahr erstmals in der Gemeinde Schwanewede aufgetreten, berichtet die Bürgermeisterin. 2026 seien die ersten Eichenprozessionsspinner viel früher gemeldet worden. Bis Anfang vergangener Woche seien es schon um die 60 Vorkommnisse gewesen. Wer Eichenprozessionsspinner entdeckt, kann dies gerne im Schwaneweder Rathaus melden – auch bei Unsicherheit, ob es sich tatsächlich um besagte Raupe handelt. 


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