„Die junge Generation sensibilisieren“
Hartmut Bohlmann und Jutta Kuper führten die Delegation des Gewerbevereins Schwanewede beim Besuch des Denkortes „Baracke Wilhelmine“ durch die einzelnen Räumlichkeiten. Das Foto zeigt ein detailliertes Modell des damaligen „KZ-Bereiches“, wo die Strafgefangenen in einer unterirdischen Tankanlage leben mussten, wenn sie nicht gerade auf der Großbaustelle des Bunkers Valentin arbeiten mussten. Foto: Gewerbeverein Schwanewede
Artikel vom: 02.05.2026
Neuenkirchen – Eine Delegation des Gewerbevereins Schwanewede besuchte den Denkort „Baracke Wilhelmine“. Unter der Leitung vom 1. Vorsitzenden der Heimatfreunde Neuenkirchen, Hartmut Bohlmann und Jutta Kuper, die zum Team Gedenkstättenarbeit Baracke Wilhelmine gehört, wurden die Teilnehmer mit einer hochinteressanten Führung zur Historie der Baracke und der dazu gehörigen Rüstungslandschaft – unter anderem zum U-Boot Bunker und den Lagersystemen – umfassend informiert. Die Besucher waren beeindruckt vom Wissen, das der Verein zusammengetragen hat und der Detailtreue, mit der die einzelnen Ausstellungsräume ausgestaltet worden sind. Eine Aussage war: „Das muss doch jeder Mensch speziell aus der regionalen Bevölkerung einmal gesehen haben. Das Ausmaß dieses gesamten Lagersystems ist in breiten Teilen der Bevölkerung sicherlich nicht bekannt.”
Die Heimatfreunde Neuenkirchen sind seit 2004 Träger des „dokumentations- und lernort Baracke Wilhelmine“. Hierzu richtete der Verein eigens die Gedenkstättensparte ein. Spartenleiterin und verantwortlich für die Steuerung der Aufgaben und des Teams um die Baracke Wilhelmine ist seit 2024 Dr. Julia Schmengler. Ihr Team besteht inzwischen aus zehn Mitgliedern, die sich um Projekte, Archivierung, Ausstellung, Führungen und vieles mehr kümmern. Maßgeblich eingerichtet und aufgestellt hat die Sparte des Vereins Harald Grote als Leiter, Björn Herrmann und der damalige 1.Vorsitzende der Heimatfreunde, Wilfried Blumentritt. Unterstützung erhält der Verein von der Gemeinde Schwanewede, die Eigentümerin der Baracke Wilhelmine ist und von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, sowie über Spenden. Dem Team von der Baracke Wilhelmine ist es ein großes Anliegen, speziell die junge Generation für das Thema insgesamt zu sensibilisieren und die jungen Leute „mitzunehmen“, damit die jüngste Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät. Daher pflegt der Verein über diese Sparte auch Kooperationen mit Schulen, Behörden und anderen Einrichtungen zu dem Thema und ist offen für weitere Kooperationen.
Interessierte werden eingeladen, den „dokumentations- und lernort Baracke Wilhelmine“ zu besuchen. Das ist an jedem ersten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr und individuell nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt ist frei. Detaillierte Informationen hierzu gibt es online unter: www.baracke-wilhelmine.eu
Für individuelle Führungen und Auskünfte ist die Gedenkstättenleitung Dr. Julia Schmengler telefonisch unter 0179 92 07 967 oder per E-Mail an julia.schmengler@gmx.de erreichbar.
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