Die Tierretterin von Löhnhorst

Stefanie Hänichen kümmert sich auf ihrem Hof um viele Lebewesen

Mittlerweile entwickelt sich Gänsemädchen Nova prächtig.  Foto: rdr

Artikel vom: 15.06.2026

Löhnhorst (rdr) – Längst ist Stefanie Hänichen nicht nur für die Igelhilfe aktiv. Die Löhnhorsterin kümmert sich quasi um alle Tiere, die auf irgendeine Weise zu ihr auf den Hof gelangen. 

Sie hat Igel, Hunde, Schildkröten, Gänse, Störche, Warzenenten und vieles mehr. Erst kürzlich wurde ihr zudem eine geschwächte Zwergfledermaus gebracht, um sie wieder aufzupäppeln. Diese habe zwei Tage lang bei ihr gefressen und getrunken und sei dann weggeflogen, so Stefanie Hänichen. Wenn es möglich sei, würden ihre Tiere wieder ausgewildert. Wie beispielsweise viele der Igel nach dem Winterschlaf.  „Wilde Tiere sollen raus und nicht eingesperrt sein!“ Dramatisch ging es jüngst im Gänsegehege zu. Ein geschlüpftes Küken wurde noch am Tag seiner Geburt von der Mutter verstoßen. 

„Es lag draußen auf dem Rücken und war mehr tot als lebendig“, berichtet Stefanie Hänichen vom 11. Mai dieses Jahres. Die Tierfreundin nannte besagtes Küken Nova und trug es eine Woche lang am Körper mit sich herum, um ihm Wärme und Geborgenheit zu geben. „Ich habe kaum eine Chance gesehen.“ Anfangs habe Nova weder fressen noch trinken wollen. Sie habe das Aufbaufutter zusätzlich verdünnt und versucht, das Küken per Pipette zu füttern, erinnert sich die Löhnhorsterin. Dann drei Tage nach der Geburt von Nova begann diese erstmals Töne von sich zu geben und zu schlucken. Einen Tag später stand die Kleine dann erstmals alleine. „Es ging von Tag zu Tag aufwärts“, sagt Stefanie Hänichen. Am 23. Mai setzte die Tierfreundin Nova zu ihrer Mama und den Geschwistern ins Freiluftgehege, und das Gänsemädchen wurde ohne Probleme akzeptiert.

Aktuell gibt es mit einer Babyblaumeise ein weiteres Tier, das von Stefanie Hänichen liebevoll aufgepäppelt wird. Der Vogel war aus dem Nest gefallen und ihr im Alter von etwa einer Woche gebracht.  „Die Augen waren fast noch zu“, berichtet die Löhnhorsterin, die die Blaumeise alle 60 bis 90 mit Nahrung versorgt – auch nachts. Einst hatte Stefanie Hänichen Entenküken aufgenommen, deren Muttertier auf der Autobahn überfahren wurde. Nach einiger Zeit wilderte die Tierschützerin diese aus. Ein halbes Jahr später konnte sie ein Wiedersehen feiern, denn die Enten kamen zurück. „Seitdem fliegen die jeden Tag über den Hof und dann im Sturzflug in den Teich“, schmunzelt Stefanie Hänichen. 

Ihr unermüdlicher Einsatz für die Tiere kostet sehr viel Zeit und sehr viel Geld. Die Kosten für Tierarztbesuche, Medikamente, Auslaufgehege oder Futter sind hoch. Deshalb ist Stefanie Hänichen auf Spenden angewiesen. „Sonst könnte ich das ganze nicht machen.“ Das können fleischhaltiges Katzennass- oder Trockenfutter, aber auch Geldbeträge sein. Die Löhnhorsterin lebt auf ihrem Hof in der Hauptstraße 25 und ist unter Telefon 0421 / 624458 oder 0170 / 2861626 erreichbar. 


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