„Dorfleben ließ sich nicht erschüttern“

Wilhelm Asmus berichtet über die vergangenen Monaten und 1921

DIe Chronik kostet fünf Euro. FOTO: NAD

Artikel vom: 22.12.2021

Meyenburg – (NAD) Meyenburg hat schon seit Jahren seinen eigenen Jahresrückblick. Dieser behandelt nicht nur das Jahr, das gerade zu Ende geht, es geht auch um Geschehnisse in der Vergangenheit. Was ereignete sich 1921 in der Region und im Dorf? Der Ortshistoriker Wilhelm Asmus hat sich wieder einmal die Mühe gemacht, das noch laufende Jahr Revue passieren zu lassen und noch tiefer zu recherchieren, was vor 100 Jahren passiert ist. Wer mit auf die Reise gehen möchte, kann sich das Heft kaufen.
Es ist bereits der 27. Band der Meyenburger Hefte, den Wilhelm Asmus geschrieben hat. Der Ortshistoriker kommentiert Artikel und Aktionen, die in diesem Jahr stattgefunden haben. Mal mit einem Hauch Sarkasmus, der den Leser auch mal zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen bringen kann. Er schreibt, wer Geburtstag hatte und welches stolze Alter die ausgewählten Personen erreicht haben und über die Konfirmanden.
Ein großes Thema sei in 2021 die Wahlen gewesen – genauso in 1921. Damals wurde nach dem krieg die ersten demokratische Institution gewählt, wie Wilhelm Asmus berichtet. Auch sei viel gefeiert und eingeweiht worden. „Weil nach dem Krieg und nach der Spanischen Grippe, genau wie in den Jahren nach 1945, wohl ein großer Nachholbedarf an ,Normalität‘ vorhanden war“, erklärt er sich die damalige Situation. Es seien viele Kriegsvereine gegründet worden – vermutlich auch um die Ereignisse gemeinsam zu verarbeiten, wie er vermutet. „Viele heimatlose  – bedingt durch den Krieg – zogen durch die Lande und begingen Straftaten. Entsprechende Todesurteile waren normal.“
In diesem Jahr seien wegen der Corona-Pandemie viele Feste ausgefallen. „Aber das normale Dorfleben ließ sich dadurch nicht erschüttern“, sagt der Ortshistoriker. Es sei um den richtigen Platz für die neue Feuerwehr gestritten worden, wie die „neue“ Schule aussehen soll, ob neue Bauplätze ausgewiesen werden sollen, wie der Kirchhof gestaltet werden könnte oder ob es einen Brandstifter gebe. „Also nichts Besonderes“, sagt er Schmunzelnd. Es gibt auch einen Auszug zur Geschichte der Post. Was hat der Ortshistoriker dazu herausgefunden?
Wer die Ortschronik kaufen möchte, erhält sie im Dorfladen. Das Heft kostet fünf Euro. Wer noch Geschenkpapier übrig hat, kann es auch noch als Last Minute-Geschenk unter den Tannenbaum legen.


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