„Erhalt der Parkplätze Am Mönchshof“

Bürgerinitiative gründete sich und übergab 381 Unterschriften an das Ortsamt

Um diese Parkplätze geht es.     Foto: nik

Artikel vom: 19.11.2025

Lesum (fr) – Die Bürgerinitiative „Erhalt der Parkplätze Am Mönchshof“ hat in dieser Woche dem Ortsamt Burglesum insgesamt 381 Unterschriften gegen die geplante Umwandlung der fünf gebührenpflichtigen Parkplätze vor Am Mönchshof 4 in Carsharing- und Ladeflächen übergeben.

Parallel dazu wurde ein umfangreiches Schreiben mit detaillierten fachlichen und verfahrensrechtlichen Fragen an Ortsamtsleiter Florian Boehlke übermittelt. Die Initiative kritisiert, dass zentrale Aspekte der Planung bislang nicht transparent seien.

Die Initiative betont ausdrücklich, dass sie nicht grundsätzlich gegen Carsharing ist. „Wir stehen modernen Mobilitätsangeboten offen gegenüber“, sagen die Initiatorinnen Susanne Janssen von der Wollstube Lesum und Anwohnerin Nicole Rathgeber. „Aber der Standort Am Mönchshof ist der verkehrssensibelste Punkt im Lesumer Zentrum – und für einen zusätzlichen Mobilpunkt offensichtlich ungeeignet.“

Nach Ansicht der Initiative hat der geplante Wegfall der Kurzzeitparkplätze massive Auswirkungen: auf ältere und gehbeeinträchtigte Menschen, auf medizinische Praxen, auf den lokalen Einzelhandel und auf Kundschaft, die nicht fußläufig kommt.

Aus den der Initiative vorliegenden Unterlagen ergibt sich: Der Mobilpunkt sollte ursprünglich ein Ersatzstandort für die Station am alten Ortsamt sein. Diese bleibt nun jedoch bestehen – der Standort Am Mönchshof würde damit zusätzlich entstehen. Dennoch wurde der Beirat seitdem nicht erneut beraten. „Das ist eine völlig veränderte Planungsgrundlage“, so Janssen und Rathgeber. „Es ist völlig unklar, warum Alternativen wie der Bahnhof Lesum, St. Magnus oder Bereiche der Stader Landstraße nicht einmal geprüft wurden.“

Die Initiative hat das Ortsamt daher um folgende Informationen gebeten: die Auslastungsdaten der bestehenden Carsharing-Stationen in Lesum, Parkuhrdaten zur tatsächlichen Belegung der betroffenen Parkplätze, Gründe für die Aufgabe des früheren Carsharing-Standorts in St. Magnus, Unterlagen zur Standortauswahl und -bewertung sowie Klärung, ob ein zusätzlicher Mobilpunkt im engen Ortskern überhaupt notwendig ist.

Die Initiatorinnen betonen, dass die hohe Zahl der Unterschriften den Bedarf zeigt, das Verfahren transparent und neu zu bewerten: „In und um den Mönchshof wird tagtäglich eingekauft, medizinische Versorgung in Anspruch genommen und gearbeitet. Wenn hier fünf Kurzzeitparkplätze wegfallen, ist das kein Detail – das verändert den Alltag sehr vieler Menschen. Die Betroffenen wollen und müssen an diesem Prozess beteiligt werden.“

Die Initiative erwartet nun eine schriftliche Stellungnahme des Ortsamts und hofft auf eine erneute, öffentliche Beratung im Beirat.


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