Zwei Bürgeranträge im Beirat
Dieser Abschnitt wird den Namen "An der Auemündung" erhalten. Foto: th
Artikel vom: 27.05.2026
Blumenthal (th) – Über 100 Bürgerinnen und Bürger haben sich dafür ausgesprochen, eine künftige Wegeverbindung vom Blumenthal Markplatz in das Kämmerei-Quartier nach Anna Petridou zu benennen. Inzwischen lag dem Beirat ein entsprechender Antrag vor. Ursprünglich wurde der Vorschlag bereits im November 2023 von Detlef Gorn eingereicht, stellvertretend für die Initiative Kämmereiquartier. Gorn begründete sein Schreiben, eine Frau zu ehren, die über viele Jahre in der BWK gearbeitet hat. Sie war ein ständiger Gast im Doku und in der alten Bibliothek von Blumenthal. Auch nach ihrer Rückkehr nach Griechenland blieb sie eng mit Bremen verbunden. Sie ließ sich von Freunden deutsche Literatur senden, die sie sehr schätzte. Die Initiative drängte darauf, dass die Reihenfolge der vorliegenden Anträge für Namensvorschläge eingehalten wird. Auf diese Weise soll „die letztendliche Bewertung für die Bürger Blumenthals nachvollziehbar“ sein. Dabei sollte ein kulturhistorischer Bezug sowohl zum Quartier als auch zum Stadtteil Blumenthals ein Kriterium sein, auf denen eine Entscheidung basiert. Detlef Gorn möchte mit dem Namensvorschlag besonders den hohen Frauenanteil unterstreichen, den das BWK-Unternehmen beschäftigt hat. „Ob in der Woll-Sortierung, im Kammsaal oder auf dem Wollboden, Frauen waren allgegenwärtig. Ohne die fleißigen Arbeiterinnen wäre die BWK – wäre Blumenthal – undenkbar gewesen“. In einzelnen Bildervorträgen ist Detlef Gorn immer auf die tragende Säule eingegangen und hat dabei auch auf die unvergessene Anna Petridou hingewiesen., die sich unermüdlich für ihre ausländischen Mitbürger in Blumenthal eingesetzt hat. Der Beirat Blumenthal hatte sich bereits mehrheitlich dafür ausgesprochen, Namen für drei einzelne Abschnitte der Uferpromenade zu vergeben. Die Fraktionen hatten sich auf die Bezeichnungen Am Müllerloch und Australienkai geeinigt. Für das letzte Stück, das nach Fertigstellung bis an Wätjens Park führen wird, einigte sich der Beirat auf den Namen „An der Auemündung“. Walter Schörling hatte den Bürgerantrag eingereicht. Beiratssprecher Hans Gerd Thormeier (CDU) begrüßte den Vorschlag. Auch Kay Bienzeisler (SPD) fand die Idee gut. Sie nehme Bezug auf das alte BWK-Gelände, während Holger Jahn (CDU) von einer pragmatischen Lösung sprach. Für den Vorschlag, eine künftige Wegeverbindung nach Anna Petridou zu benennen, gab es im Beirat zustimmende Worte. Da der Verlauf der fußläufigen Verbindung im Detail noch nicht feststeht, könne noch kein abschließender Beschluss gefasst werden, so die Meinungen von Holger Jahn (CDU) und Kay Bienzeisler (SPD), während sich Hans Gerd Thormeier (CDU) ihnen anschloss. Auch Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich teilte diese Auffassung. Daher wurde der Antrag zur Kenntnis genommen. Es bleibt noch abzuwarten, dass eine Schule auf dem künftigen Campus-Gelände den Namen der ehemaligen BWK-Mitarbeiterin erhält. Für den Namenszug „An der Auemündung“ erhielt der Bürgerantrag die notwendige Zustimmung.
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