Evakuierungsaufforderung der Polizei

Verdacht auf Bombenblindgänger in Farge

Für die Entschärfung am Sonntag ist eine Evakuierung in einem Radius von 1000 Metern erforderlich.  Foto: Polizei Bremen

Artikel vom: 21.04.2026

Farge  –  Bei Sondierungsarbeiten im ehemaligen Tanklager Farge wurden zwei verdächtige Gegenstände entdeckt, bei denen es sich sehr wahrscheinlich um zwei Bombenblindgänger aus dem zweiten Weltkrieg handelt. Die Entschärfung ist für kommenden Sonntag, 26. April, geplant. Alle Anwohner im Evakuierungsradius müssen dazu um 8 Uhr ihre Wohnungen.

Die vermutlich englischen Fliegerbomben mit je 500 Kilogramm befinden sich in rund 450 Meter Entfernung im Waldgebiet des ehemaligen Tanklagers Farge. Die Sprengmeister vom Kampfmittelräumdienst der Polizei Bremen Thomas Richter und Hans Mohr planen die Entschärfung am Sonntagmittag gegen 13 Uhr. Voraussichtlich wird diese bis zum späten Nachmittag andauern. Sollte eine Entschärfung nicht möglich sein, werden die Bomben kontrolliert gesprengt. Eine Drohne wird für Übersichtsaufnahmen zum Einsatz kommen. Der Evakuierungsradius beträgt 1000 Meter (siehe Karte). Alle Anwohner müssen aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten die Wohnungen zu 8 Uhr verlassen und damit auch den Evakuierungsbereich. Die Oberschule "In den Sandwehen" wird als Anlaufpunkt für evakuierte Personen dienen. Wer keine Unterkunft bei Familie oder Freunden findet, kann sich dort in der Zwischenzeit aufhalten. Es wird darum gebeten, gegebenenfalls erforderliche Medikamente sowie Verpflegung mitzunehmen. Die Fenster sollten beim Verlassen der Wohnungen auf Kipp gestellt werden. Von der Evakuierung sind rund 2000 Personen betroffen.

Wichtige Hinweise für mobilitätseingeschränkte Personen: Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, werden gebeten, sich bei der Feuerwehr Bremen unter der Telefonnummer 0421 33610-371 zu melden. Die Linien der BSAG werden ab 8 Uhr keine Haltestellen in dem betroffenen Gebiet mehr bedienen. Bis zum Mittag können sie jedoch noch durchfahren. Auch der Zugverkehr wird betroffen sein und vorübergehend eingestellt.

Die Polizei Bremen wird am Sonntag auf ihren Social-Media-Kanälen über den Einsatz informieren. Weitere Informationen gibt es auch auf deren Website unter https://sohub.io/0ise. Die Polizei Bremen bittet ausdrücklich darum, von direkten Anfragen an den Kampfmittelräumdienst abzusehen.


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