Im Jahr 2031 soll die Stromtrasse fertig sein
Bereits heute durchquert eine Stromtrasse den Bremer Norden. Das Unternehmen Tennet möchte in Rekum zwei neue Masten für eine neue leistungsstärkere Verbindung aufstellen, die von Berne über Elsfleth nach Schwanewede führen wird. Foto: th
Artikel vom: 24.01.2026
Rekum – (th) Der Stromnetzbetreiber Tennet konnte sich mit seiner ursprünglich favorisierten Trassenvariante nicht durchsetzen. Nachdem ein möglicher Verlauf in Höhe von Elsfleth keine Zustimmung fand, wurde eine Änderung der Planungen erforderlich. Daher müssen zwei Strommasten in Rekum errichtet werden.
Über alle aktuellen Details wurde kürzlich der Beirat Blumenthal informiert. Dafür standen Dajana Schröder und Till Klages aus dem Unternehmen Tennet zur Verfügung. Dabei kam auch das Genehmigungsverfahren zur Sprache. Bereits im Vorfeld wurden die Gemeinden Schwanewede und Berne in Kenntnis gesetzt. Die Planungskorrektur musste dem Gesetz des Naturschutzes folgen. Auf dem Elsflether Sand soll ein geschützter Raum für die Rohrdommel geschaffen werden, eine seltene Vogelart. Daher hat die niedersächsische Raumordnungsbehörde den ursprünglich vorgesehenen Leitungsverlauf abgelehnt.
Während sich ein geplanter Mast an der Landesgrenze befindet, ist der zweite in Nähe des Weserflusses vorgesehen. Die nächstgelegenen Häuser liegen 460 Meter entfernt von den Masten, zu einer Stromleitung sind es 280 Meter. Während die meisten Masten eine Höhe von 70 Metern erreichen, wird an der Weser eine Höhe von 162 Meter notwendig sein, damit es zu keinen Kollisionen mit Schiffsaufbauten kommt. Bereits heute existieren noch die rot-weiß gestrichenen hohen Masten in Höhe des Kraftwerks Farge.
Wenn die Leitungen fertig gestellt sind, wird die stillgelegte Trasse abgebaut. Fest steht, dass durch die neuen Leitungen mehr Strom fließen wird. Für die geplanten Masten gebe es keine anderen möglichen Standorte.
Zum einen sei der Verlauf der Weser dann breiter und es gebe mehr schützenswerte Vogelarten. Auf Kritik stößt der neue Trassenverlauf bei einem Landwirt. Er befürchtet, dass aufgrund der neuen Trasse sein Betrieb sterben wird. Das beginne bereits mit den Baustellen, die dort auf seinen Ackerflächen entstehen würden. Doch es gebe Ausgleichzahlungen, verwies das Unternehmen Tennet auf eine gängige Praxis. Bereits im Jahr 2027 könne mit der neuen Trasse begonnen werden, so dass 2031 alles abgeschlossen sei.
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