„On the road again“
Diese und andere Skulpturen wurden vom Verein „Mauern öffnen“, Künstlern und Häftlingen angefertigt.Foto: Justizressort
Artikel vom: 10.06.2026
Blumenthal – (fr) Der Verein Mauern öffnen, die Bildhauerwerkstatt in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremen, zeigt erneut Ergebnisse eines deutschlandweit einzigartigen Resozialisierungsprojekts: Jugendliche und erwachsene Strafgefangene stellen in Zusammenarbeit mit einem Team aus elf Künstlerinnen und Künstlern innerhalb der JVA Bremen Skulpturen her. Diese sind in Kürze zu sehen auf Burg Blomendal, Auestraße 9 A.
Justizsenatorin Claudia Schilling, die bereits selbst Skulpturen des Projekts gekauft und in ihrem Büro ausgestellt hat, erklärt: „Zur Ausstellung und auch zur feierlichen Eröffnung ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Erneut können Arbeiten von Gefangenen aus Keramik, Holz und Stein angeschaut und auch erworben werden. Für die Inhaftierten ist es etwas Besonderes, zu wissen, dass Ihre Werke vor den Mauern gesehen und bestaunt werden. Einige erfahren so zum ersten Mal Anerkennung für etwas, das sie kreativ geschaffen haben – auch, wenn sie selbst bei der Ausstellung nicht dabei sein können.“ Im Burghof und im ehemaligen Kutscherhaus von Burg Blomendal werden Skulpturen aus den drei Bildhauerwerkstätten präsentiert. Es gibt zudem die Möglichkeit, die Burg zu besichtigen und Kaffee zu trinken. Die Eröffnung findet Samstag, 13. Juni, 11 Uhr, statt. Geöffnet ist an diesem Tag bis 17 Uhr und am Sonntag, 14. Juni, von 11 bis 17 Uhr.
Seit über 40 Jahren werden in den Bildhauerwerkstätten von Mauern öffnen e.V. die Gefangenen der JVA Bremen von professionellen Künstlerinnen und Künstlern angeleitet und bei der Umsetzung ihrer Werke unterstützt. Bei den Teilnehmenden werden kreative Prozesse angestoßen, die zur persönlichen und sozialen Entwicklung beitragen.
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