Fortschritte im Bäderkonzept
Im Regionalausschuss Bremen-Nord legte Staatsrat Olaf Bull den Ausschussmitgliedern das neue Konzept für das Bad vor. Foto: th
Artikel vom: 04.10.2026
Bremen-Nord – (th) Ein Bündel von Fragen gab es zu klären auf dem Regionalausschuss Bremen-Nord. Auf der Tagesordnung stand das Thema Bäderkonzept 2035. Um den Mitgliedern des Ausschusses den aktuellen Sachstand vorzustellen, waren Staatsrat Olaf Bull und Bremer Bäder-Chef Daniel van Ballegoy persönlich erschienen. Turnusgemäß hatte Florian Boehlke, Ortsamtsleiter aus Burglesum, in das Ortsamt Vegesack eingeladen, assistiert von seinen Kollegen Gunnar Sgolik und Oliver Fröhlich. Mit gewisser Spannung wurden die künftigen Pläne über den Fortbestand der Bäder in Vegesack und Blumenthal erwartet. Olaf Bull bezeichnete das Bad in Vegesack und die Fliegerhalle im Kämmereiquartier als die beiden wichtigsten Vorhaben.
Fest stehe, dass in Vegesack ein neues Schwimmbad entstehen wird, dass den Ansprüchen für Familien und den Schulsport gerecht wird. Dazu zählt ein integriertes ganzjähriges Schwimmbad mit Außenbereich samt Saunabereich. Bis Jahresende werde ein detaillierter Plan vorliegen, so dass der Senat noch 2026 entscheiden kann. Für die Neubaumaßnahme werden mindestens 50 Millionen Euro veranschlagt. Für die Schwimmhalle in Blumenthal gibt es dagegen noch Klärungsbedarf. Der Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt konnte erreichen, dass der Bund 15 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Hinzu kommen Eigenmittel. Und fünf Millionen Euro an Finanzierungsmittel könnten aus dem Vorhaben für das Vegesack Bad entnommen werden. Der Verein hat Planungsmittel beantragt. Doch das lasse das Vergaberecht nicht zu. Daher sei ein klärendes Gespräch in Berlin notwendig, auch über die Anzahl der Förderer und Sponsoren. Ohne einen Zusammenschluss aller Beteiligten wird es keine Zustimmung geben, so der Staatsrat. Noch sei unklar, wie das Projekt realisiert wird. Dabei bleibt offen, ob Schwimmbahnen von 50 Meter Länge möglich sind. Der Plan sieht vor, dass ein Generalunternehmer den Zuschlag erhält, so dass das Projekt in einem Jahr fertiggestellt werden kann. Für Martin Hornhues (CDU), Beiratssprecher aus Burglesum, ist es wichtig, das Zeitfenster für das Grohner Bad zu kennen. Schließlich wären bei einer vorzeitigen Schließung mehrere Sportvereine und die DLRG betroffen, während seine Kollegin Heike Sprehe (SPD) aus Vegesack sich nach der Bauzeit in Blumenthal erkundigte. Ingo Schiphorst (Stimme Vegesacks) sah sich in seiner Vermutung bestätigt, dass Blumenthal die nötige Förderung erhält und Vegesack für sein Sportbad leer ausgehe.
Der Staatsrat ist davon überzeugt, dass Vegesack kein Nachsehen haben wird, weil es ganz oben auf der Prioritätenliste stehe. Inzwischen könne man komplette Bäder sozusagen von der Stange kaufen, so Daniel van Ballegoy. Damit ist schon im Vorfeld abzuschätzen, wie teuer die Maßnahme wird. Und die Planungszeit lässt sich reduzieren. Inzwischen sei man von den zwei Bauabschnitten abgerückt, so dass die Planungszeit reduziert wird. Maren Wolter (SPD), Beiratssprecherin aus Burglesum, zeigte sich über den Stand der Planungen und der Vielfältigkeit des Bäderkonzeptes sehr zufrieden. „Wenn wir es schaffen, in Bremen-Nord ein tolles Konzept hinzubekommen, wäre es klasse, weil es viel Kreativität geben wird“.
Marc Pörtner (Grüne) aus Blumenthal bewertete es als sehr wünschenswert, wenn ein neues Bad entstehen wird. „Davon kann die gesamte Region profitieren“. Würden die Bremer Bäder das Projekt auch alleine stemmen, wenn die Privatinitiative in Blumenthal scheitern würde? Heike Sprehe ist davon überzeugt, dass Vegesack an erster Stelle stehe. Sie plädierte für eine schnelle Übermittlung der Planungen, so dass die Beiräte darüber befinden können. Dafür sprach sich auch Thomas Pörschke (Grüne) aus Vegesack aus. Es sei bereits zu viel Zeit vergangen. Pörschke unterstützte die vorliegenden Planungen. Bremen-Nord benötige ausreichend öffentliche Bäder.
Auch Maike Schaefer, Vorsitzende der Sportdeputation, meldete sich zu Wort. Sie sei froh, dass man nicht mehr über Schließungen sprechen müsste. In der Sportdeputation wären die Bäder in Nord steht Thema. Es sei wichtig, dass die einzelnen Projekte nicht gegeneinander ausgespielt werden. Bremen-Nord müsse mit einer Stimme sprechen, so ihre mahnenden Worte.
Weitere interessante Artikel








