Freizeit sinnvoll gestalten
Teamkoordinator Houssam Remmo im Raum, in dem sich die Kids beim Boxen auspowern können. Foto: rdr
Artikel vom: 04.05.2026
Vegesack – (rdr) Im AWO Jugendhaus Vegesack kommen alle Kids auf ihre Kosten. In der Einrichtung, die durch das Ressort von Dr. Claudia Schilling Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, finanziert wird, gibt es zahlreiche Angebote für die Jugendlichen. „Jeder ist herzlich willkommen“, sagt Houssam Remmo, der als Teamkoordinator im Haus tätig ist.
Von montags bis freitags, jeweils von 15 bis 20 Uhr sind die Türen geöffnet. Die Zehn- bis 13-jährigen können von 15 bis 17 Uhr Tischntennis spielen, Boxtraining absolvieren, gemeinsam kochen, im Tonstudio Songs produzieren, Billard spielen oder auf der Playstation 5 zocken. Den 14- bis 22-Jährigen stehen die zahlreichen Angebote bis 20 Uhr zur Verfügung. Zusammenhalt im AWO Jugendhaus Vegesack wird großgeschrieben. „Die Jugendlichen können hier Freunde finden“, sagt Houssam Remmo. Durchschnittlich würden zirka 16 junge Menschen das Angebot täglich nutzen. Das AWO-Team freut sich auf weitere Jugendliche. Etwa 95 Prozent der Besucherinnen und Besucher hätten einen Migrationshintergrund, so Houssam Remmo. Die Jugendlichen würden etwa aus Afghanistan, der Ukraine oder aus arabischen Ländern stammen. Viele von ihnen leben in der Grohner Düne, aber auch aus Aumund oder Lüssum würden Kids kommen. „Eigentlich aus ganz Bremen-Nord“, sagt Houssam Remmo, der mit dem AWO-Team viele Kooperationen pflegt. Zu den Streetworkern der Caritas oder dem SOS-Mittagstisch beispielsweise oder zum Martinsclub, der alle 14 Tage zum Kickerturnier antritt. Auch mit dem Quartiersmanager aus Grohn oder dem zuständigen Kontaktpolizisten sei man im reglmäßigen Austausch.
Drei Hauptamtliche Mitarbeiter sind in der Einrichtung tätig; dazu kommen zwei Honorarkräfte. Dazu absolviert eine Studentin aus Belarus im Rahmen des Europäische Solidaritätskorps ein freiwilliges Jahr in der Einrichtung. Neben den Angeboten im Haus finden auch Tagesausflüge statt. Kürzlich sei man mit Jugendlichen sogar für drei Tage in Berlin gewesen und habe dort Bundestag, Gedenkstätte oder die Landesvertretung besucht. Eines treibt Houssam Remmo allerdings um. Täglich würden Jugendliche sich dahingehend äußern, dass es in Bremen-Nord kaum Angebote gebe, um die von Land ausgegebene Freikarte sinnvoll zu nutzen. „Die vorhandenen Angebote sind sehr begrenzt und reichen nicht aus, um eine echte Teilhabe zu ermöglichen“, findet Houssam Remmo. Für ihn wäre es naheliegend, das Angebot direkt in Bremen-Nord zu erweitern – zum Beispiel um Volksfeste wie den Vegesacker Herbstmarkt.
Wer das AWO Jugendhaus Vegesack kennenlernen möchte, kann ohne Termin einfach vorbeikommen. Die Angebote sind kostenlos. Wer sich vorab informieren möchte, findet sämtliche Informationen auf der Instagramseite der Einrichtung. Nähere Informationen werden auch unter der Telefonnummer 0421 / 6608665 erteilt.
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