Sicher im Umgang mit Hunden

Beißopfer Ina Kirsanovs sensibilisiert Menschen, um Unfälle zu vermeiden

Ina Kirsanovs mit ihren Königspudeln Jule (links) und Cosima.   Foto: rdr

Artikel vom: 23.08.2026

Bremen-Nord – (rdr) Als Jugendliche habe sie der Nachbarshund – ein kleiner Münsteraner – unvermittelt angegriffen und ins Gesicht gebissen. „Man konnte durch meine Wange die Zähne sehen“, erinnert sich Ina Kirsanovs und weist auf eine verbliebene Narbe. Mit Glück habe sie das dazu betroffene Auge nicht verloren. Trotz des traumatischen Erlebnisses sei sie immer aber eine Hundefreundin gewesen. „Meine Liebe ist immer geblieben“, sagt die Vegesackerin, die gelernte Tierarzthelferin ist. 

Mit ihren Königspudeln Jule und Cosima möchte sie im Rahmen des Projekts „Sicher mit Wuff“ Menschen beim Umgang mit Hunden sensibilisieren. Beispielsweise in Kindertageseinrichtungen können die Kleinen lernen, woran man erkennt, ob ein Vierbeiner spielen möchte oder eben nicht. Auch ängstliche Erwachsene oder Neubürger, die ein spezielles Verhältnis zu Hunden haben, sind ihre Zielgruppen. 

„Es geht viel um Missverständnisse, und vielen Menschen ist nicht bewusst, wie gefährlich es sein kann“, sagt Ina Kirsanovs über den Umgang mit den Vierbeinern. „Ein Hund ist eine Persönlichkeit und möchte nicht immer gestreichelt werden.“ 

Es könne sein, dass ein Kind mit einem breiten Grinsen auf ein Tier zugeht und dieses sich durch das Zeigen der Zähne bedroht fühlt. „Es kann passieren, dass jemand aus Unwissenheit ein bestimmtes Verhalten des Hundes provoziert.“ 

Und genau da setzt Ina Kirsanovs an. „Es geht mir auf jeden Fall um Prävention“, sagt die ausgebildete Fachkraft für hundegestützte Intervention. Sie will Ängste abbauen, lehrt Beschwichtigungssignale zu erkennen und zeigt auf, dass sogar das Gähnen eines Hundes ein Zeichen für Stress sein kann. Wichtig ist für Ina Kirsanovs auch, Menschen Respekt vor dem Tier beizubringen. „Wenn ein Jogger auf einen Hund zuläuft, sollte er höflich sein, langsamer werden, einen Bogen machen und den Blick abwenden.“ Die Vegesackerin will auch aufgrund ihrer eigenen Erfahrung als Jugendliche helfen, Beißunfälle durch richtiges Verhalten zu verhindern. Das spare zudem eine Menge Geld, wie Arzt- und Anwaltskosten. Wer Interesse an „Sicher mit Wuff“ hat, kann sich unter Telefon 01522 / 5706777 oder bello-style.de melden.


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