"Gemeinsamkeiten"

Erhard Dill stellt Tuschmalerei, Raku-Teeschalen sowie Haiku mit Fotos aus / Vortrag von Detlef Stein am 7. November

Erhard Dill mit seinen Werken. Foto: Edeltraud Hennemann

Artikel vom: 04.11.2025

Burgdamm – (red) Noch bis Sonntag, 9. November, ist in der Galerie Lichthof Kunstfabrik, Stader Landstraße 64, die Ausstellung „Gemeinsamkeiten“ von Erhard Dill zu sehen. Ausgestellt sind Tuschmalerei, Raku-Teeschalen sowie Haiku mit Fotos.
Er sagt: „Seit meiner Jugend fasziniert mich ein Bereich japanischer Kunst und Kultur, den ich mit dem Begriff ‚Ästhetik des Zen‘ beschreibe. Seit meinem 20. Lebensjahr schreibe ich Dreizeiler nach Art japanischer Haiku-Lyrik. Ich praktiziere Zen-Meditation und führe regelmäßig die Teezeremonie nach Art der Urasenke-Schule durch, in der ich durch einen Tee- und Meditationsmeister unterwiesen wurde. Den Schwarz- und Grüntee oder Matcha-Tee trinke ich aus der selbst getöpferten Raku-Teeschale. In meiner kleinen Töpfer-Werkstatt fertige ich Raku-Teeschalen für den Verkauf auf der Web-Seite ‚rakuteeschalen.de‘ an. Später hatte ich die Gelegenheit, von einer vierfachen Kalligraphie-Meisterin unterrichtet zu werde. Die Erfahrungen und Erkenntnisse dieses Unterrichts haben mich angeregt, die Ur-Symbole, die der Mensch seit Anbeginn der menschlichen Kultur als gestalterische Ausdrucksmöglichkeiten für sein Welt- und Lebensverständnis nutzte, abzubilden. Er ritzte Punkte, Striche, Kreise, Drei- und Vierecke, und anderes mehr, in die Felsenwände oder in Steine.“
Die Tuschbilder seien keine traditionell getuschten Tier-, Pflanzenmotive oder Landschaftsansichten, sondern eine Kombination zum Beispiel zwei verschiedener Ur-Symbole zu einem „Bild mit Titel“. Hierbei gebe es auch eine Beziehung zwischen „Symbol“ und „Koan“. Beide ließen sich nicht mit der Logik oder der Ratio erschließen. Er nennt seine Tuschbilder „Visuelle Koans“.
Bei seiner Lebensgestaltung hätten ihn zum einen die Zen-Ästhetik und Philosophie und zum anderen die heilpädagogisch intensive Begegnung mit schwer geistig behinderten Menschen mit Hör- und Sprachschädigung beeinflusst, die ihn durch zahlreiche Impulse darauf aufmerksam machten, was für ein freudiges und zufriedenes Leben das Wesentliche sei: Zuwendung, Anerkennung, Lob, Körperkontakt, Freude, Vertrauen und Verlässlichkeit. „Dies gilt für alle Menschen, für den einen mehr, für den anderen weniger.“ Geöffnet ist samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung: Telefon 01755267355. Infos: www.lichthof-kunstfabrik.de
Der Kunsthistoriker Detlef Stein hält am Freitag, 7. November, 18 Uhr, den Lichtbildervortrag „Alberto Giacometti – Leben und Werk“. Eintritt: 15 Euro. Eine Anmeldung ist erwünscht.


Weitere interessante Artikel

„Neun Objekte – Vielfalt im Sucher“

Burgdamm – (red) Neun Menschen richten ihre Kameras auf dieselbe Welt – und doch entstehen neun völlig unterschiedliche Wirklichkeiten.Die neue Ausstellung „Neun Objekte ...

Weihnachtsmarkt im Sommer?

Ritterhude – (as) „Was machen die Meister des Weihnachtsmarktes im Sommer?“, hatte Elmar Schäfer, Leiter des Hamme Forums, gefragt und zum Pressegespräch eingeladen.Ein ...

Riesenwelle der Solidarität

Blumenthal – (rdr) Über 1000 Menschen war am vergangenen Mittwoch zum Benefizspiel zwischen dem Blumenthaler SV und dem SV Grohn ins Burgwallstadion gekommen. Der Erlös des Abends ...

Besuch der DLRG-Rettungswache

Grambke – (as) Von der Sonne war kürzlich nicht viel zu sehen, als Dr. Eva Högl, Senatorin für Inneres und Sport, die Rettungswache der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. ...

In den Sommerferien wird gebaut

Bremen-Nord – (rdr) In und an Schulgebäuden in Bremen-Nord wird derzeit fleißig gebaut. Selbiges gilt für den neuen Umkleidetrakt am Vegesacker Stadion. Das teilte Immobilien ...

Vegesack feiert den Matjes

Vegesack – (fr) Am Utkiek in Vegesack wird am 27. und 28.Juni zu einer maritimen Zeitreise in die Blütezeit des alten Hafens eingeladen. Zu den Matjestagen kommt der Tross der Fogelvreien ...

Vegesack feiert den Matjes

Vegesack – (fr) Am Utkiek in Vegesack wird am 27. und 28.Juni zu einer maritimen Zeitreise in die Blütezeit des alten Hafens eingeladen. Zu den Matjestagen kommt der Tross der Fogelvreien ...

„Kunst erfüllt mich“

Burgdamm – (as) Derzeit zeigt der Künstler und Autodidakt Jens Brückmann aus Altwistedt in der Galerie Lichthof Kunstfabrik, Stader Landstraße 64, seine Ausstellung „mal ...

„Zwischen Neon und Nervosität“

Bremen-Nord – (as) Was bleibt im Herzen? Darüber berichtet der Nordbremer Sänger, Pianist, Komponist und Songtexter Matthias Monka in seiner neuen Single „Kind der ...