„Rabenvögel – Gaukler der Lüfte“
„Ich liebe die Vögel!“, sagt die Malerin Sabine Böhme. Infos zu ihr und ihren Werken, in denen sie auch die menschliche Gestalt ins Zentrum rückt, sind unter www.sabine-boehme.de zu finden. Foto: as
Artikel vom: 03.04.2026
Schönebeck – (as) Eine inspirierende, witzige, informative und liebevolle Ausstellung ist derzeit im Kunstkeller des Schlosses Schönebeck zu sehen. Die freischaffende Malerin Sabine Böhme aus Worpswede zeigt „Rabenvögel – Gaukler der Lüfte“.
1997 habe man ihr eine junge Dohle gebracht, die nicht mehr ins elterliche Nest zurückkonnte, da es zerstört gewesen sei. Der Vogel, den sie und ihr Mann Anton nannten, den sie mit eingeweichten Katzenfutter und Mehlwürmern fütterten, begleitete sie 15 Jahre. Er habe sie dazu gebracht, sich mit Rabenvögeln zu beschäftigen. Viele seien mit der Menschheit eng verbunden gewesen: Beispielsweise habe Noah einen Raben losgeschickt, um Land zu finden. Im Schöpfungsmythos der Haida-Indianer im Nordwesten Kanadas habe ein Rabe die Sonne und Mond an den Himmel gestellt und den Menschen Kleidung gegeben. In der nordischen Mythologie werde Odin mit zwei Raben auf der Schulter dargestellt. In der griechischen Geschichte spiele ein verfressener Rabe eine Rolle, der zur Strafe als Sternbild an den Himmel verbannt wurde.
In Buthan ziere ein Rabenkopf die Krone. Und im Londoner Tower müssten mindestens sechs Raben leben, sons falle das Königreich. „Ich erzähle mit meinen Bildern die Geschichten“, erklärt Sabine Böhme. Früher seien die Rabenvögel Götterboten und Glücksbringer gewesen. Das habe sich im Mittelalter geändert. Vortan war von „Unglücksraben“, „rabenschwarz“, „Rabeneltern“ die Rede. Ebenfalls dies hat sie in ihren Acrylbildern aufgegriffen. Auch mit Hilfe der Falttechnik Origami hat sie Raben erstellt. Zudem ist Anton in einer Fotostrecke zu sehen und stand für „Die Halbstarken“ Modell.
Wer Rabenvögel und Geschichte(n) mag, sollte bis zum 10. Mai das Schloss Schönebeck, Im Dorfe 3 – 5, besuchen. Infos: www.museum-schloss-schoenebeck.de.
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