Fragen zur „Neuen Strandlust“
Eine Visualisierung der geplanten Bebauung des Strandlust-Areals. Foto: romeiserplus / studio boe
Artikel vom: 24.03.2026
Vegesack – (nik) Die drei Stuhlreihen im Sitzungssaal des Ortsamts waren bei der 34. Beiratssitzung wieder von interessierten Bürgern besetzt. Den Plänen für das Strandlust-Areal war bereits ein Großteil der Februar-Sitzung gewidmet gewesen. Wegen Fragen, die dort nicht beantwortet werden konnten, und um zu einem Beschluss über den Bebauungsplan VEP 117 zu kommen, stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Als Referent sollte Bauamtsleiter René Kotte die fehlenden Informationen nachliefern. Die Fragen beschäftigten sich im Wesentlichen mit den geplanten gastronomischen Angeboten, mit besonderem Fokus auf dem Stichwort „Biergarten“.
Nach Ansicht von Ingo Schiphorst als parteilose „Stimme Vegesacks“ sei die vorige Sitzung eine Werbeveranstaltung gewesen. Man habe eine „Wundertüte von Möglichkeiten“ präsentiert bekommen, was im B-Plan aber nicht verbindlich festgelegt sei. Es gebe einen Durchführungsvertrag, den man aber nicht zu sehen bekomme. Die gastronomische Nutzung könne also unerwartete und eventuell unerwünschte Formen annehmen: „Was daran ist verbindlich, was ist nur die Bewerbung von Möglichkeiten?“, wollte er wissen.
René Kotte antwortete, wenn das genau festgelegt werden solle, liege es am Beirat, einen entsprechenden Beschluss zu fassen. Ein zu „starres Konzept“ betrachte er aber nicht als hilfreich. Thomas Pörschke von den Grünen erwiderte, in Anbetracht der ausgezeichneten Lage seien die Befürchtungen unbegründet und kritisierte stereotype Vorstellungen von „unerwünschten“ gastronomischen Angeboten. Schiphorst betonte zudem wiederholt, dass Vegesack ein vollwertiges Tagungshotel brauche, das auch für Gäste wie Werftkunden infrage käme.
Den Verweis seiner Beiratskollegen, dass ein Hotel gegenüber im Speicherquartier entstehe, wollte er nicht gelten lassen. Daran, dass dort eine Polizei-Hundertschaft für den Tag der deutschen Einheit einquartiert werden solle, könne man schon sehen, was das für ein Hotel werde. Eine weitere Frage zu den Entwürfen betraf die schmalen Bereiche zwischen den einzelnen Baukörpern, die einen Durchblick auf die Weser ermöglichen sollen. Die Sorge, dass sich dadurch zugige Windkanäle ergeben könnten, werde derzeit vom Landesamt für Geoinformation geprüft. Wenn der B-Plan beschlossen sei, gehe es an die Behördenbeteiligung, wo etwa die Feuerwehr das Rettungskonzept bewerten werde. Nach dieser Aussprache beschloss der Beirat den Bebauungsplan VEP 117 mit einer Gegenstimme. Ebenfalls beschlossen wurde der Anschluss des Areals an den ÖPNV mit einer Bushaltestelle.
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