Vom Charakter her toll, optisch ein Highlight

Melanie Reinecke züchtet in Schwanewede Texas Longhorns

Rumble ist die älteste Zuchtkuh von Melanie Reinecke. Sie hat gerade das Kalb Ruby bekommen, das die Züchterin behalten möchte. FOTO: NAD

Artikel vom: 01.10.2021

Schwanewede – (NAD)  „Ich bin mit Kühen aufgewachsen“, berichtet Melanie Reinecke. „Das sind tolle Tiere.“ Ihre Eltern betrieben Landwirtschaft im Nebenerwerb. Als sie den Hof ihres Vaters übernommen hatte, wollte sie wieder mit den Tieren arbeiten. Die Beweidung durch die Rinder sei toll. Sie würden die Fläche abgrasen und auch noch düngen. Im Wechsel mit den Einstellerpferden des Hofs stehen sie nun auf den Weiden. Doch Melanie Reinecke holte sich nicht irgendwelche Rinder, es mussten schon besondere sein. Heute hat sie eine richtige Ranch mit rund 40 Texas Longhorn-Tieren.
„Sie sind vom Charakter her toll und optisch ein Highlight“, schwärmt Melanie Reinecke während sie ihre Rumble streichelt, ihre älteste Zuchtkuh, die sie seit Beginn ihrer eigenen Herde hat und die aus Kanada stammt. Mit dabei ist das Kalb Ruby, das die Züchterin auf jeden Fall behalten möchte und nicht verkauft. Da sie nicht weiß, ob Rumble noch einmal kalbt, möchte sie auf jeden Fall Nachwuchs von ihr behalten. „Die Tiere sind sehr intelligent, sehr ursprünglich und sehr instinktsicher“, sagt Melanie Reinecke. Es seien gutmütige Tiere. Mit der Entwicklung der Tiere ist die Züchterin sehr zufrieden. Die Hörner würden sich immer besser entwickeln.
Ursprünglich wollte die Landwirtin hochwertiges Fleisch für die Direktvermarktung herstellen. Doch diese Pläne verfolgt sie mit ihren Texas Longhorns nicht mehr. Dafür hat sie Angus- und Wagyo-Rinder, die sie schlachten lässt und deren Fleisch sie verkauft. Dabei wird das ganze Tier verwendet, es gibt also nicht nur Steaks. Ihre ganze Familie freut sich, wenn es das leckere Lebensmittel in verschiedenen Varianten zu essen gibt. Melanie Reinecke ist es wichtig, dass ihren Kindern klar ist, woher das Fleisch kommt und dass es eine Wertigkeit hat. Es sei nicht immer verfügbar, und es sei auch kein Billigfleisch. „Da steckt ein Lebewesen hinter. Das hat seinen Preis.“ Auch die Fleischrinder haben bei ihr alle einen Namen und sie möchte auch ihr Lebensende gut gestalten. Deshalb hat sie eine Zusatzqualifikation für Weideschlachtung abgeschlossen und hofft, diese bald durchführen zu dürfen.
Ihre Texas Longhorn-Rinder sind für die Zucht gedacht. Mit den Käufern hat sie immer noch Kontakt und sie tauschen sich untereinander aus. Sie hat ihre Tiere bereits europaweit verkauft, unter anderem nach Italien, Tschechien und Dänemark. Der Export sei aber sehr aufwendig. Lieber verkauft sie die Tiere innerhalb Deutschlands. Dabei liegt sie auch einen großen Wert auf die Abstammung ihrer Rinder. „Ich bin richtig mit Herzblut dabei!“
Wer Interesse hat, kann sich unter Telefon 0171/1004523 melden.


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