Mehrheit durch SPD und CDU
Künftig sollen an dem Straßenabschnitt ausreichend Parkplätze geschaffen und der Radverkehr auf die Straße gelenkt werden. Foto: th
Artikel vom: 01.01.1970
Blumenthal – (th) Für die Umgestaltung der Landrat-Christians-Straße lagen dem Beirat Blumenthal kürzlich zwei Stellungnahmen vor.
In ihrem gemeinsam verfassten Schreiben setzten sich die Fraktionen von SPD und CDU mit ihrer Variante für die weitere Planung durch. Zugleich meldeten sie Diskussionsbedarf für den Straßenabschnitt im Zentrum Blumenthal an. Die Grünen, vertreten durch Marc Pörtner, waren der Auffassung, dass bei einer Realisierung des Plans eher eine Verschlechterung eintreten würde. Es sei kritisch anzumerken, dass dem Beirat lediglich eine Planungsvariante innerhalb des Kostenrahmens vorgestellt worden sei. SPD und CDU-Fraktionen halten besonders eine grundsätzliche Prüfung und Anpassung der Parkraumplanung für notwendig. Bislang würde immer wieder auf viele Stellplatzmöglichkeiten im Müllerloch verwiesen. Doch es gäbe keinen Nachweis, ob die Stellplätzte öffentlich genutzt werden dürfen. Im oberen Teil der Landrat-Christians-Straße sind Bäcker- und Fleischerfachgeschäfte ansässig sowie eine Apotheke, die auf eine ausreichende Anzahl von Kundenparkplätzen angewiesen sind. Daher sollten Parkbuchten am Straßenverlauf erhalten bleiben. Verbesserungswürdig sei es, den Radverkehr auf die Fahrbahn zu leiten. Es wären bislang keine Alternativen benannt worden, kritisieren SPD und CDU. So würde nicht auf die Radpremiumroute in der Fresenbergstraße verwiesen, auch nicht auf eine Verkehrsführung durch das Kämmerei-Quartier. Für die Grünen könne vom Grundsatz her eine zukunftsweisende Neugestaltung der Landrat-Christians-Straße nur im konstruktiven Dialog und in enger Zusammenarbeit zwischen dem zuständigen Ressort und dem Beirat gelingen. Die Beschlussvorlage der Grünen konnte sich nicht durchsetzen. Aufgrund des starken Autoverkehrs wird von ihnen ausdrücklich eine Verlegung des Radverkehrs auf den Straßenabschnitt abgelehnt.
Die bestehenden Parkplätze müssen erhalten bleiben. Dabei sind notwendige Flächen für Grün- und Klimamaßnahmen zu berücksichtigen. Das sei auch für die Haltestellenhäuschen wünschenswert, die begrünt und mit Verschattungselementen versehen werden sollen. Hans-Gerd Thormeier (CDU) bekräftigte den Standpunkt seiner Fraktion, ausreichend Parkbuchten zu berücksichtigen. Ferner muss eine Parkraumplanung aufgestellt werden. Marc Pörtner (Grüne) verwies auf sein Anliegen, den Radverkehr nicht auf die Straße zu verlegen. Die bestehenden Parkplätze sollten versetzt werden, um kurze Wege zu den Geschäften zu ermöglichen. Die aktuelle Variante müsse überarbeitet und ergebnisoffen diskutiert werden.
Makso Tunc (SPD) warnte vor einer kompletten Ablehnung der Variante. Dafür wären bereits Gelder ausgewiesen worden. Holger Jahn (CDU) bezeichnete die Pläne, den Radverkehr auf einem Teilstück auf die Fahrbahn zu verlegen, als keine optimale Lösung. Zunächst war er strikt dagegen gewesen. Doch man müsse erreichen, dass die Planungsvariante vorankommt, so dass der Straßenabschnitt neugestaltet und eine gute Aufenthaltsqualität erhält. Bei der abschließenden Abstimmung konnte sich die Vorlage der SPD und CDU – Fraktionen mehrheitlich durchsetzen.
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