Tempomessung mit Laserpistole
Marco Perin, Patrick Bode und Tim Richter (von links) berichteten von Maßnahmen, um Geschwindigkeiten auf Blumenthaler Straßen zu messen. Ganz links im Bild ist Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich. Foto: th
Artikel vom: 13.10.2026
Blumenthal – (th) „Das Thema Geschwindigkeit liegt mir sehr am Herzen. Mit dem Beginn meiner Dienstzeit wurde ich mit extremen Unfallbildern konfrontiert, die präsent geblieben sind“, berichtete Marco Perin, Leiter des Polizeikommissariates Nord, in einer Sitzung dem Beirat Blumenthal. Ursache sind meistens deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen. Inzwischen würden die Einzelfälle sehr professionell bearbeitet. Man sei dazu übergegangen, den Autoverkehr verstärkt zu beobachten und kritische Situationen und Unfallschwerpunkte festzuhalten. „Wir benötigen dafür unsere Qualifikation und Instrumente. Dazu zählt eine Laserpistole. Der strategische Ansatz bestehe darin, die Instrumente selbst zu bedienen“, so der Leiter des Kommissariates Bremen-Nord. „In erster Linie geht es uns darum, die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen: Kinder und ältere Menschen, aber auch für Radfahrer ein hohes Maß an Sicherheit herzustellen.“
Ein regelmäßiger Austausch existiere mit den Beiräten und Ortsämtern. Zu dem Bericht über die Maßnahmen der Geschwindigkeitsmessungen begrüßte Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich den Blumenthaler Revierleiter Tim Richter und den Verkehrssachbearbeiter Patrick Bode. „Seit 25 Jahren messe ich. Ich habe noch kein Fahrzeug registrieren können, dass mit 100 Stundenkilometern innerhalb der Ortschaft unterwegs war“, berichtete Patrick Bode. Gemessen wird an festgelegten Plätzen. Dabei hat sich die Lüssumer Straße mit sehr vielen Verstößen herausgestellt. Wenig missachtet würde ein Straßenabschnitt am Bockhorner Weg. Auch an der Fresenbergstraße gäbe es wenig Verstöße. Anders würde es an der Farger Straße zugehen. „Daher stehen wir öfters dort“, so Patrick Bode. Zu den weiteren Standorten zählt der Neuenkirchener Weg. „An einem späten Abend waren wir auch an der Weserstrandstraße. In den 90 Minuten wurden nur drei Verstöße festgestellt. Das ist nicht viel“, so Tim Richter.
Im vergangenen Jahr seien 14 Messungen vorgenommen worden, in diesem Jahr bislang elf. „Man muss sich an die Fakten halten, selbst wenn man ein anderes Gefühl hat“, so der Revierleiter. „Wir wollen aber die herausfinden, die deutlich die vorgeschriebene Geschwindigkeit überschreiten.“ Bei einzelnen Einsätzen komme es zu Situationen, in denen die Polizeibesatzungen schneller fahren müssen, um schnell am Unfallort zu sein und Leben zu retten. „Unsere Kollegen erhalten alle ein Fahrsicherheitstraining, um das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten“, so Marco Perin. „Das proben wir intensiv. Es bleibt das vorrangigste Ziel, unfallfrei anzukommen. Sofern wir ein strukturelles Problem erkennen, tauschen wir uns mit verschiedenen Abteilungen aus, auch mit dem Straßenbauamt.“
Oliver Fröhlich bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Für ihn sei es bemerkenswert, wie Themen aufgenommen und in die täglichen Arbeitsabläufe eingearbeitet würden. Zuvor beschäftigte sich der Beirat mit den Messtafeln im Ortsamtsgebiet. Dabei wurden die Ergebnisse vorgestellt. In der Mühlenstraße wären 15 Prozent der Fahrzeuge zu schnell unterwegs gewesen. Es gebe nur einzelne Ausreißer. So sei einer von ihnen mit 123 Stundenkilometern registriert worden. In der Hospitalstraße in Höhe des Ortsausganges wurden Werte deutlich überschritten, berichtete Oliver Fröhlich. In der Dillener Straße hätten sich 85 Prozent der Autos an die vorgegebene Geschwindigkeit gehalten. Eine Ausnahme konnte mit 125 Studenkilometern in den Abendstunden gemessen werden. Und am Steending konnten nach der Auswertung der Messtafelergebnisse keine auffälligen Verstöße festgestellt werden.
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