Gefährdet der Brückenrückbau Traditionsveranstaltungen?
Die Klappbrücke über dem Museumshaven kann nicht mehr geöffnet werden und soll deshalb abgerissen werden. Foto: rdr
Artikel vom: 05.11.2026
Vegesack – (rdr) Eigentlich sollte mit dem Rückbau der Brücke über dem Museumshaven bereits in diesem Herbst begonnen werden. Dieser Termin konnte – wie bei so vielen Bauprojekten im Bremer Norden – nicht gehalten werden. Nun hat die Wirtschaftsförderung Bremen einen neuen Zeitplan vorgestellt.
Dr. Dirk Kühling, Abteilungsleiter bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, war dazu kürzlich im Beirat vorstellig. Er erläuterte, dass die Ausschreibung der Maßnahmen direkt bevorstünde. Wegen der Abhängigkeit von der Witterung sei mit dem Beginn des Rückbaus nun im April 2027 zu rechnen, erklärte Dirk Kühling. Die Mindestausführungszeit betrage acht Wochen. Das wiederum brachte die Beiratsmitglieder auf den Plan, denn schließlich, soll vom 7. bis 9. Mai das von Schausteller Hendrik Kortekamp organisiserte Vegesacker Hafenfest gefeiert werden. Im Rahmen dieses Events ist zudem vorgesehen, am 8. Mai die Pappbootregatta des MTV Nautilus, federführernd organisiert von Birgit Benke und Sabine Rosenbaum, auszurichten.
Ingo Schiphorst, parteilos, outete sich als „nicht der größte Fan dieses Rückbaus“. Er befand es als simple Lösung, mit dem Projekt erst nach den Veranstaltungen anzufangen. Maximilian Neumeyer, CDU, gab zu bedenken, dass eine Privatperson das Hafenfest organisiere und man dieser keine Steine in den Weg legen sollte. Sozialdemokrat Norbert Arnold hingegen plädierte dafür, frühstmöglich mit dem Rückbau der Brücke zu beginnen. Man könne dann zeitnah die BV2 wieder begrüßen. Thomas Pörschke, Grüne, meinte, dass beides möglich sein müsste: Der unverzügliche Rückbau und das Ausrichten Vegesacker Traditionsfeste.
Thomas Rutka, Vorsitzender des MTV Nautilus, erklärte, dass in seiner Brust zwei Herzen schlagen würden – für die Museumsschiffe und die Pappbootregatta. „Oberste Priorität ist das Wohl der Schiffe“, machte er dennoch deutlich.
Auch Heiko Dornstedt, ehemaliger Vegesacker Ortsamtsleiter, wies auf die Dringlichkeit der Baumaßnahmen hin. Schließlich sei der Museumshaven bereits seit anderthalb Jahren nicht nutzbar. Dirk Kühling betonte, man wolle dem Rückbau möglichst schnell nachkommen, und zwar in einer Bauphase. Eine Verschiebung oder Unterbrechung wäre womöglich mit höheren Kosten verbunden. Schlussendlich fasste der Beirat den Beschluss, dass alle Beteiligten über geplante Maßnahmen zeitnah informiert werden sollen. Weiterhin enthielt der Beschluss die Forderung, dass möglichst ein Unternehmen den Zuschlag bekommen solle, das zum frühstmöglichen Zeitpunkt mit den Baumaßnahmen am Hafen beginnen kann.
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