„Kunst erfüllt mich“
Edeltraud Hennemann und Jens Brückmann, im Zentrum sein Bild „Shiva erhebt die Stimme mit einem sanften und traurigen Lächeln“. Infos: www.edeltraud-hennemann.hier-im-netz.de. Foto: as
Artikel vom: 26.04.2026
Burgdamm – (as) Derzeit zeigt der Künstler und Autodidakt Jens Brückmann aus Altwistedt in der Galerie Lichthof Kunstfabrik, Stader Landstraße 64, seine Ausstellung „mal was anderes“.
„Kunst erfüllt mich, und ich bin happy mit dem, was ich tue. Das ist mir wichtig“, sagt Jens Brückmann. Etwa 2012 habe er sich dafür entschieden, sich auf die Malerei zu konzentrieren. Vorwiegend entstünden gegenstandslose Bilder: „Ich möchte abstrakte Gedanken und Emotionen darstellen.“ Zudem erfindet er Schriftzeichen: Das „asemische Schreiben“ sei eine eigenständige alte Kunstform. „Ich experimentiere gern mit Farbe und Material.“ So bekämen die Bilder Spannung und Lebendigkeit: „Die Bilder leben, wenn sie fertig sind und haben etwas Organisches, Kraftvolles“.
In seiner Biografie habe es viele Umbrüche gegeben. Er sei immer auf der Suche nach Sinn und Identität, berichtet Jens Brückmann. Beim Malen fange er an mit einem blanken Blatt und zeichne eine einfache Linie, die „Keimzelle“. „So kann ich etwas erschaffen, Farben und Formen auftragen. Die Gesamtheit hat Sinn und Identität – mal aufregender, mal ruhiger.“ Es sei undenkbar, dass er seine Bilder nicht betitele: „Identität muss bezeichnet werden.“
Die Werke tragen Namen, wie „Mona Ora“, „Der Gedanke“ oder „Ich sah Wasser in der Wüste“. Sie werden erschaffen aus mehrfach in unterschiedliche Sprachen übersetzten Gedichten oder Liedzeilen. Zurückübersetzt entstünde ein surrealer Text. „Es passt: Worte haben Klang. Die Melodie im Bild sind die Farben. Der Rhythmus entsteht durch die Linien.“
Handwerkszeug sind Öl, Acryl, Spray oder Zeichenkohle. „Wenn im Betrachter ein eigener Film abläuft, hat die Kunst etwas bewirkt.“
Die Galeristin und Künstlerin Edeltraut Hennemann von der Galerie Lichthof Kunstfabrik – die beiden kennen sich aus der Arche Künstlervereinigung in Beverstedt – sagt: „Ich finde gut, jemanden mit so einer Energie um mich zu haben. Das ist befreiend!“
Die Ausstellung füge sich in das Bremer Themenjahr „Phänomenal 2026 – Wissen erleben“ ein, indem sie „Wissen als einen lebendigen, vielschichtigen Prozess erfahrbar macht – ein dynamisches Phänomen, das immer wieder neu entdeckt und erlebt wird“, schreibt er im Begleitheft zur Ausstellung. Die Werke sind noch bis zum 3. Mai zu besichtigen.
Mehr über den Künstler gibt es unter www.jbfk.de.
Weitere interessante Artikel








