Arbeiten an den Lebensadern der Region

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Bild: Stefen GmbH oLDENBURG

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Die Erfolgsgeschichte startete vor 75 Jahren in einem Oldenburger Wohnzimmer jetzt beschäftigt die Unternehmensgruppe Stefen GmbH & Co.KG rund 170 Mitarbeiter an zwei Standorten in Oldenburg/Tweelbäke und Bremen. Dabei arbeitet es an den Lebensadern der Region, nämlich im Gleis- und Straßenbau. Und das mit großem Erfolg.

Hermann Stefen hat sich den Gleisbau nicht ohne Grund ausgesucht. Vieles war durch den Krieg zerstört, auch diese für den Wirtschaftsaufschwung wichtigen Verkehrswege. Rund 400 Mitarbeiter der ehemaligen Bau-Union nahm er unter Vertrag die geschäftliche Abwicklung fand buchstäblich in der "Guten Stube" im Wohnhaus an der Donnerschweer Straße statt. Später heiratete Tochter Erika Peter Schrader. Dieser kam ins Unternehmen und wurde 1968 zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Über 40 Jahre leitete er erfolgreich die Unternehmung.

Seit 2004 leitet Frank Hullmeine (Mitte) das Unternehmen. Ihm stehen die Prokuristen Thilo Hullmeine (lks.) und Arno Buß zur Seite. (Bilder: Stefen GmbH)

"Der Unternehmenssitz lag in den ersten Jahren an der Alexanderstraße. Erst 1980 siedelte das Unternehmen an den jetzigen Standort in den Schmiedeweg im damals neuen Gewerbegebiet Tweelbäke über, als eines der ersten Unternehmen dort überhaupt", erzählt Frank Hullmeine. Er kam 1998 in leitender Funktion ins Unternehmen. Sechs Jahre später übernahm er auch die Geschäftsführung und wurde Gesellschafter. Mittlerweile vereinen sich in der Firmengruppe mit der Stefen Landschaftsbau GmbH&Co.KG, der Bernhard Boumann GmbH&Co.KG, die auf das Verschweißen von Schienen spezialisiert ist, sowie der Hauptfirma gleich drei Unternehmen.

Hermann Stefen gründete das Unternehmen buchstäblich in seinem Wohnzimmer.

Schwerpunkt bleibt jedoch nach wie vor der Gleis- sowie der Straßen- und Kanalbau: "Dafür sind wir im gesamten Nordwesten bis hin nach Flensburg unterwegs", unterstreicht Frank Hullmeine. Entsprechend umfangreich ist auch der Fuhrpark, der auf dem rund 1,5 Hektar großen Firmengelände in Tweelbäke untergebracht ist. Allein 18 Zwei-Wege-Bagger, die sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene eingesetzt werden können, gehören der Firma. Gewartet werden sie in der firmeneigenen Werkstatt. Und auch jetzt wird der Ruf nach Eisenbahn-Infrastruktur größer: "Nicht zuletzt der Klimawandel sorgt dafür, dass die Schiene wieder einen neuen Stellenwert bekommt. Und wie beliebt Bahnfahren sein kann, zeigt ja auch der Run auf das Neun-Euro-Ticket", betont er. Allerdings ist Energie-Effizienz auch im Unternehmen ein Thema. So wird die neue Lkw-Generation mit neuen Motoren angetrieben, die einen deutlich reduzierten Dieselverbrauch aufweisen.

Stefen kann auf die Mitwirkung bei einer ganzen Reihe von Großprojekten zurückblicken. Beispiele sind die Bahnüberführung über den Oldenburger Pferdemarkt, die Errichtung von Wartungsstützpunkten verschiedener Privatbahnen, darunter die Nordwestbahn oder auch die anstehende Erschließung bestimmter Bereiche auf dem Fliegerhorst im Auftrag der GSG. Auch international ist das Unternehmen tätig Leuchtturm-Projekt ist hier sicher die Mitwirkung am Euroterminal Coevorde/Niederlande, der genau auf der Grenze zwischen Holland und Deutschland liegt und als sogenannte trimodale Umschlaganlage sowohl den Wasser-, als auch den Schienenweg und die Straße berührt.

Zu den größten Anschaffungen gehören die Stopfzüge, die den Schotter unter den Gleisen verdichten, um diesen einen optimalen Halt zu verschaffen. (Bild: Sven Hunger-Weiland)

Das größte Kapital des Unternehmens sei jedoch nach wie vor die Mitarbeiterschaft: "Die Firmen-Philosophie beruht seit jeher auf einem respektvollen Miteinander. Dabei legen wir viel Wert auf eigenverantwortliches Arbeiten, das sorgt aus unserer Erfahrung heraus für funktionierende Abläufe", erläutert Hullmeine. Darüber hinaus werde sehr viel Wert auf Weiterbildung und Qualifikation gelegt. Der Erfolg stellt sich ein: "Wir haben ein sehr engagiertes Team mit einer gesunden Altersdurchmischung, darunter viele Spezialisten", erklärt Hullmeine nicht ohne Stolz. Ein wichtiger Part sei dabei auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etwa bei familiären Problemstellungen sicher auch ein Grund, warum er einer der Mitinitiatoren der genossenschaftlich geführten Kindertagespflege am Mühlengrund ist.

Heute sind dort rund 40 ansässige Betriebe engagiert: "Das hat als Nebeneffekt auch zu einem großen Zusammenhalt innerhalb des Gewerbegebietes geführt", freut sich der Geschäftsführer. Natürlich hat sich das Unternehmen auch der Ausbildung verschrieben. Ausgebildet wird in den Gewerken Straßenbau, Kanalbau, Gleisbau und im Bereich des Büromanagements. Gefeiert wird das Jubiläum natürlich auch: Nach dem offiziellen Festakt zum Jubiläum findet zusätzlich ein großes Familienfest für alle Mitarbeiter und deren Angehörige statt.

www.hermannstefen.de



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