Vorzugsvariante Radpremiumroute
Die Vorzugsvariante der Premiumroute wurde vorgestellt. Foto: as
Artikel vom: 07.05.2026
Burglesum – Dem Beirat Burglesum wurde kürzlich eine Vorzugsvariante der Radpremiumroute vorgestellt. Zu Gast waren Elsche Wilts von der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung sowie Jolasse Lampert vom Planungsbüro ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbH Hamburg. Ziel sei ein Netz von Radpremiumrouten für Bremen als Teil des Verkehrsentwicklungsplans von 2014; in dem Fall wurde der Abschnitt für Burglesum und Vegesack aufgezeigt.
Die Routen sollen schnell, direkt, – gefühlt – sicher, bequem und attraktiv sein, dazu über die Stadtgrenze hinweg. Vorgestellt wurden vier Varianten, die von der Grambkermoorer Landstraße und Bremer Heerstraße zum Bahnhof Vegesack führen. Dabei seien unter anderem Bevölkerungsdichte und Schulen, Arbeitsplatzdichte, das bestehende Hauptradroutennetz und der öffentliche Personennahverkehr betrachtet worden. Denkbar wäre eine Route über die Hermann-Fortmann-Straße, Furtstraße, Steingutstraße, Wilhelm-Haas-Straße, An Knoops Park, Admiral-Brommy-Weg und dann über den Deich in die Stadt. Niels Heide (SPD), zeigte sich erstaunt, dass die Lesumbroker Landstraße – die Deichstrecke – in den Planungen noch existiere. Auf der Deichkrone dürfe man nicht fahren, und unten auf der Straße sei landwirtschaftlicher Verkehr. Rainer Tegtmeier (BSW) erinnerte an den Experten, der vor elf Jahren auch schon in Grambke nicht weiter gewusst habe. Ulrike Schnaubelt (Grüne) fand die Routenführung gut, sie sei deckungsgleich mit der des ADFC, aber sie habe auch Schwächen, wie Steigungen. Sie fragte, wie die Lesumbroker Landstraße zur Premiumroute werden könne, ohne viel Geld in die Hand zu nehmen. Maren Wolter (SPD) hoffte bei diesem Abschnitt auf die Entlastung der Straßen durch die im Bau befindliche Weserquerung. Helga Lürßen sah für den Lesumer Kern keinen Mehrwert. Jens-Rainer Jurgan (Bündnis Deutschland) schlug vor, das für die Premiumroute angedachte Geld für den Bau von Rad- und Fußwegen zu verwenden. Aus dem Publikum wurde kritisiert, dass konkrete Details noch nicht vorlägen.
Der Beirat beschloss mit einer Gegenstimme, dass sich der Ausschuss für Verkehr, Wirtschaft und Tourismus mit der Route im Detail, insbesondere mit der baulichen Umsetzung der Lesumbroker Landstraße, befassen möge.
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