Farbmassen, mit den Fingern aufgebracht

Werke des zeitgenössischen Malers Ansgar Skiba derzeit im Overbeck-Museum zu sehen

Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi stellte die Werke von Ansgar Skiba vor. Foto: AS

Artikel vom: 26.06.2022

Vegesack – (AS) Eine außergewöhnliche Ausstellung ist derzeit im Overbeck-Museum zu sehen. „Ansgar Skiba – Natur“ ist der Titel. Für das Haus sei es spannend, diesen zeitgenössischen Maler zu Gast zu haben, so Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi. Ansgar Skiba, 1959 in Dresden geboren, sei, wie die beiden Overbecks, Landschaftsmaler. Mit Fritz Overbeck verbinde ihn zudem, dass beide an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert hätten.

Mit den Fingern malen

Doch Skiba male „total anders“; zwar mit Öl auf Leinwand, doch nicht mit dem Pinsel, sondern mit dem Spachtel, und vor allem mit den Fingern direkt. Es seien „Farbmassen“, die er auftrage; so entstünden Objekte, die eigentlich keine Bilder mehr seien. Diese seien dreidimensional. Die Werke der Overbecks seien zweidimensional, der Eindruck von Tiefe eine Illusion. Bei Skiba komme, in einer dritten Dimension, die Farbe heraus, zentimeterdick, so die Museumsleiterin. Dabei sehe man immer das Motiv – er bleibe gegenständlich; hart an der Grenze zur Abstraktion. „Spannend ist: Er malt nicht die Natur – er malt die Energie der Natur“, erklärt Dr. Katja Pourshirazi. Man habe das Gefühl, er halte eine Art von Dynamik fest; dass die Bilder in Bewegung seien.
Die Ölgemälde seien sehr farbintensiv; seine Zeichnungen das Gegenteil: zart und kleinformatig. Die male er mit einem Silberstift, in einer alten, fast vergessenen Technik, die kaum noch angewendet werde und die eine hohe Könnerschaft voraussetze, da man die Zeichnung nicht korrigieren könne.
Ansgar Skiba gehöre, wie die Overbecks, zu den Freilichtmalern. Die großen Ölgemälde entstünden jedoch im Atelier; aus der Phantasie und der Erinnerung heraus.
In der Ausstellung seien diverse Overbeck-Werke, auch empfindliche Zeichnungen, sowie Arbeiten von Ansgar Skiba zu sehen. Eine außergewöhnliche Zusammenstellung, die durch ihre Farbenfreude – insbesondere der Ölbilder des zeitgenössischen Malers – besticht.
Die Ausstellung ist bis zum 21. August zu sehen. Führungen gibt es am 10. Juli und 21. August. Mehr Informationen unter www.overbeck-museum.de.


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