12,2 Millionen Euro aus dem Bremen-Fonds freigegeben

Bremer Kinder erhalten "Freikarten"

Unter anderem in Schwimmbädern kann das Guthaben eingesetzt werden. SYMBOLFOTO: FR

Artikel vom: 22.06.2022

Bremen - (FR) Alle Sachentscheidungen sind getroffen und Aufträge an Dienstleister erteilt: Die "Freikarte" für Kinder und Jugendliche im Land Bremen kommt und wird voraussichtlich mit Beginn der Herbstferien ab 17. Oktober 2022 eingesetzt werden können. Diesen Sachstand des Projektes "FamilienCard" hat der Senat  zur Kenntnis genommen und an die Bremische Bürgerschaft weitergeleitet. Die "Freikarte" ist eine vom Land mit 60 Euro für dieses und weiteren 60 Euro für das kommende Jahr aufgeladene Guthabenkarte. Sie wird unaufgefordert an alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre in Bremen und Bremerhaven verschickt. An zunächst 45 "Akzeptanzstellen" in beiden Städten des Landes können sie damit den Eintritt bezahlen: beispielsweise in Kinos, Museen, Theatern, Schwimmbädern, Indoor-Spielplätzen, Eislaufhallen und einigem mehr. Mit der "Freikarte" können die Kinder und Jugendlichen neben dem reinen Eintritt in vielen Fällen auch noch weitere Dinge bezahlen wie etwa auszuleihende Ausrüstung oder Speisen und Getränke. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte: "Kinder und Jugendliche haben während der Pandemie auf sehr viel verzichten müssen: Party, Sport, Kino, Gemeinschaft. Das lässt sich mit Geld alleine nicht ausbügeln. Doch ein wenig hilft es natürlich schon; vor allem da, wo der Geldbeutel nicht so gut gefüllt ist. Die 'Freikarte' ist mir daher ein echtes Herzensanliegen. Sie hilft, dass sich alle wieder etwas Spaß und Freizeit gönnen können." Die "Freikarte" soll helfen, die Versäumnisse infolge der Corona-Beschränkungen auszugleichen. Nach rund zwei Jahren Verzicht können damit Aktivitäten ganz nach den eigenen Vorlieben von Kindern und Jugendlichen finanziert werden. Damit wird wieder normal, was auch vor Corona normal war. Die Bürgerschaft hatte sich Ende März für die Einführung einer "FamilienCard" ähnlich des langjährigen Modells in Stuttgart ausgesprochen. Ein Projektbüro in der Senatskanzlei hat die Abläufe definiert, eine europaweite Ausschreibung für die technische Abwicklung umgesetzt und eine Vorauswahl der ersten Akzeptanzstellen getroffen. Für die Bremer Karte wurde der Name "Freikarte" gewählt. Sie ist als reine Guthabenkarte angelegt und kann an etablierten elektronischen Kassensystemen mit Kartenlesegerät eingelöst werden. Das hat neben dem zentralen Ziel noch den Nebeneffekt, dass Heranwachsende risikolos früh den Umgang mit elektronischem Geld erlernen können. Für die "Freikarte" sind aus dem "Bremen-Fonds" zur Bewältigung der Corona-Folgen insgesamt 12,2 Millionen Euro freigegeben (6,2 Millionen Euro für 2022 und weitere 6 Millionen Euro für 2023). 


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