„Gastgeber Sprache 2020“

Literarisches aus Bremen-Nord

Artikel vom: 11.03.2020

Was für ein schönes Zitat (unten) von Henning Scherf anlässlich der Eröffnung des Nordbremer Literaturfes-tivals „Gastgeber Sprache 2020“! Er malt mir damit ein Bild von einem Blütenkelch, der aufbricht, um Duft und Blütenstaub in alle Winde zu streuen. Dieses Bild steht bei mir aktuell wie ein Bollwerk gegen die ständig wie Nähmaschinenstiche eintrudelnden Nachrichten zu Bomben, Drohungen und Corona.
Die Nordbremer Autorinnen und Autoren öffnen ihre Werke in diesem Jahr zum fünften Mal, um einem breiten Publikum daraus vorzutragen. Heiteres und Besinnliches löste sich mit Warnendem und bedrohlich Wirkendem bei der szenischen Eröffnungslesung ab. Diese Texte haben sie in einer kleinen Broschüre verewigt, die, wie der Auftakt, den Titel „MenschensKinder“ trägt. „Die Kindheit ... machte uns zu den Erwachsenen, die wir nun sind“, fassten sie den Inhalt zusammen. Ich empfinde die Gedichte und Geschichten als echt, intensiv und lebensnah.
Rund 30 Veranstaltungen an über 20 Orten folgen noch. Mit dabei sind Kriminalis-tisches und Kindheitsgeschichten, Lyrisches und Prosaisches, Erlebtes und Erdachtes. Ein meines Wissens für „Gastgeber Sprache“ neues Format ist die „Gemeinsame Lesezeit“ oder, wie es im Englischen heißt, „shared reading“. Benötigt werde lediglich Interesse an einem kurzen Text, den es zu entdecken gilt, am Donnerstag, 5. März, 17 Uhr, Hindenburgstraße 57, Lesum.
Heute noch, um 19 Uhr, lesen in der Vegesacker Bibliothek Jochen Windheuser aus seinen Kurzgeschichten, die er in Nicaragua geschrieben hat, und aus seinem Reisebericht „Gast bei fremden Freunden“: Henning Scherf.


Von Antje Spitzner

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