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  25.03.2019 - 23:26 Uhr

  

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„Menschlichkeit kostet nichts“

Trauer- und Sterbebegleiterin Marita Frohne über ihre ehrenamtliche Arbeit


Marita Frohne ist zertifizierte Trauer- und Sterbebegleiterin. FOTO: FR

Rekum (LK) – Betritt man das Haus von Marita Frohne, wird man direkt umschlossen von einer Wolke aus herrlich natürlichen Düften. Klangvolle Musik und freundliches Licht laden zum Bleiben ein.  Die beruhigende und in sich ruhende Ausstrahlung der   Hauseigentümerin tun ihr übriges. Diese persönlichen Eigenschaften sind für Trauer- und Sterbebegleiterin Marita Frohne unermesslich.
„Hospizarbeit stützt sich größtenteils auf ehrenamtliche Arbeit“, erzählt Marita Frohne. Die gebürtige Münsterländerin ist ausgebildete Trauer- und Sterbebegleiterin. Die Empathie und die Kraft ihrer Arbeit schöpft sie aus persönlichen Lebenserfahrungen. Im Bereich der Trauerbegleitung hat sie sich auf komplizierte Trauer spezialisiert. Ob Suizid oder die Trauer bei Kindern, die Elternteile verloren haben. „Ohne finanzielle Ambitionen“, wie sie betont. Oft geht sie auch zu den Familien nach Hause. „Ich fühle sehr stark mit, aber ich leide nicht. Mitgefühl und Leid ist ein großer  Unterschied.“ Zudem sei es wichtig, eine gewisse Distanz zu wahren. Dennoch sind ihre Gespräche nicht tiefgehend traurig, es wird auch gelacht – gerade wenn etwas Zeit ins Land gegangen ist. Das Gefühl wenn jemand sagt „Sie haben mir heute gut getan“, ist für die Trauerbegleiterin das, was dabei zählt. Dennoch erkennt sie auch ihre Grenzen. Wenn sie nicht weiterhelfen kann, empfiehlt sie einen Psychologen.
Als wichtigen Initialzünder ihrer Arbeit beschreibt Marita Frohne ihre jüngste Tochter, die schwerbehindert ist und in einer Wohngruppe lebt. „Sie ist meine Lebenslehrerin“, betont sie. Zudem sei ihr Mann eine große Stütze, ebenso wie der junge Familienhund Marlo, mit dem sie lange Spaziergänge an der Weser genießt. Ein weiterer Ausgleich für die 53-Jähige ist das Töpfern. Außerdem macht sie seit vielen Jahren Yoga. Neben der Trauerbegleitung, betreut sie als Sterbegleiterin Familien in Hospizen. Im Hospiz Bremen-Nord ist sie ehrenamtlich tätig, ebenso im Kinderhospiz Jona.  Im Klinikum Bremen-Nord steht Marita Frohne für Einzelgespräche und zur Begleitung von Trauergruppen ein wunderschöner Raum zur Verfügung. Alles kostenfrei. „Menschlichkeit kostet nichts“, erklärt die Trauerbegleiterin.
Halbtags arbeitet die Rekumerin an der Universität Bremen im Bereich Human- und Gesundheitswissenschaften. „All die vielen klugen Köpfe“, schwärmt sie von ihrer Arbeit.  
In Bremen lebt sie seit zehn Jahren, in Rekum hat sie vor zwei Jahren gemeinsam mit Ihrem Mann ein Haus gebaut. Dabei schätzt sie besonders die „ruhige und wirklich schöne Umgebung.“ Das Herzstück ihres Heims ist der eigene Klanggarten. Zudem gibt es einen separaten Bereich für Aroma- und Klangtherapien, eine weitere Leidenschaft von ihr. In ihrer Arbeit im Kinderhospiz fügt sie diese drei Komponenten gerne zusammen. In der Sterbebegleitung könnten Klang Aromen und eine liebevolle Begleitung eine entspannenden Synergie ergeben.
„Ich möchte was Gutes machen“, betont Marita Frohne, „wenn es nicht dieser Weg gewesen wäre, hätte ich vielleicht eine Suppenküche aufgemacht“, erklärt sie, während sie an ihrem Tee nippt. „Das, was man Gutes machen kann, sollte man auch einfach machen!“ ist ihr abschließendes Credo.


Artikel vom 12.03.2019

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