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 Sorgenkind Helsingborger Platz

 Betroffener fordert per Petition „Abriss aller Ladengeschäfte und Parzellengebäude“


 Es ist bekannt, dass der Helsingborger Platz bei der Bevölkerung als „Angstort“ gilt. Ortsamt und Beirat möchten den Ort aufwerten. Er werde von der Polizei „engmaschig kontrolliert“, so Ortsamtsleiter Florian Boehlke. FOTO: RDR
 Marßel – (AS) Ein Petent hat bei openPetition Deutschland eine öffentliche Eingabe an den Bremer Senat gerichtet. Seine Forderung: Alle Läden und Gaststätten am Helsingborger Platz sollen wegen angeblichen Drogenverkaufs abgerissen und geschlossen werden. Seit Samstag, 15. September, und noch fünf Monate lang, sucht er Unterstützer. 36 hatte er gestern bereits.
„Wir möchten den Abriss aller Ladengeschäfte und die Parzellengebäude am Helsingborger Platz erreichen“, schreibt er in der Petition. Damit soll für „Ruhe im Stadtteil“ gesorgt werden. Der Petent erklärt, dass „dieser Platz mittlerweile deutschlandweit bekannt ist als Drogenumschlagsplatz der ersten Klasse“. Anwohner klagten seit Jahren über Verkehrsrowdys, Randale und Pöbeleien. Auch Körperverletzungen und „einige Tote“ habe es bereits gegeben. Wie in der Petition steht, würden „Drogen verkaufende Jugendliche immer jünger und gewalttätiger“.
Der Platz sei immer Sorgenkind geblieben, eine soziale Balance sei nie gefunden worden. Das „subjektive Sicherheitsgefühl“ soll mit dem Abriss der Parzellen wiederhergestellt werden.
„Der Beirat und ich sind zusammen mit der Polizei seit langem an einer Aufwertung des Helsingborger Platzes und der Ladenzeile dran“, erklärt Ortsamtsleiter Florian Boehlke dazu. Und weiter: „Wenn die Rechtslage so einfach wäre, wie der Petent fordert, nämlich einen Abriss der Gebäude, dann wären wir diesen Weg sicherlich schon gegangen.“ Bei den Gebäuden handele es sich um Privatimmobilien in der Hand von fünf unterschiedlichen Eigentümern, die ordnungsrechtlich genehmigt wurden und die in Nutzung seien. Nur wenn bestimmte Auflagen nicht erfüllt seien, könne man die Ladenlokale schließen. Aufkaufsversuche sowie die Kontaktaufnahme zum Großteil der Eigentümer, um die Ladenzeile aufzuwerten, seien erfolglos gebieben.
„Nach wie vor hat dieser Ort nur wenig Aufenthaltsqualität und ist bei vielen Bürgern ein Angstort“, weiß der Stadtteilchef. Aus diesem Grund wurde die Beleuchtung auf dem Platz für 30000 Euro verbessert, und es erreichten mich bislang nur positive Rückmeldungen aus Marßel, dass das eine gute und richtige Maßnahme war. Außerdem sei er im Juni mit Innensenator Ulrich Mäurer vor Ort gewesen. Daraufhin sei mit dem Senator und der Polizei vereinbart worden, „den Platz weiterhin engmaschig zu kontrollieren, auch im Hinblick auf den vermuteten Drogendeal“. „Die Petition ist aus meiner Sicht sehr emotional geschrieben und an vielen Stellen meines Erachtens stark übertrieben“, so Florian Boehlke. Die Situation in Marßel habe sich „in den letzten Jahren im gesamten Quartier, dank der WiN-Förderung aber auch der Unterstützung durch Gewoba und Brebau sowie vielen Akteuren vor Ort eher verbessert“. Laut Polizei gehöre der Platz nicht zu den besonderen Kontrollorten, die von ihr anhand der gemeldeten Straftaten alle sechs Monate festgelegt werden. „Auch von geschilderten mehreren Toten in den letzten Jahren ist mir nichts bekannt“, unterstreicht der Stadtteilchef. Er würde es begrüßen, „wenn wir für den Helsingborger Platz ein städtebauliches Konzept entwickeln würden“. Vielleicht gelinge es auch, die Eigentümer zu überzeugen, die Immobilien zu verkaufen, hofft er. Dafür habe der Beirat Haushaltsmittel beim Bausenator beantragt, die aber nicht zur Verfügung gestellt wurden.
Beim Quartiersforum Marßel kürzlich wurde seitens der Bevölkerung von Vermüllung und Lärmbelästigungen durch Jugendliche gesprochen (wir berichteten).
Die Petition ist unter www.openpetition.de zu finden. Ingo Charton, ein Sprecher der Bremischen Bürgerschaft, teilte mit, dass auf Plattformen wie OpenPetition oder Change.org eingereichte Petitionen in der Bürgerschaft nicht angenommen oder beraten werden. Von Petent, Polizei, BSAG und Quartierskoordination gab es bis Redaktionsschluss trotz Anfragen keine weiteren Stellungnahmen.


Artikel vom 12.03.2019

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