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  19.05.2019 - 17:06 Uhr

  

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Jobcoach beklagt zuviel Bürokratie

„Bekomme qualifizierte Leute nicht in Arbeit, obwohl der Bedarf da ist!“

Bremen-Nord (RDR) – Jürgen Wild ist Jobcoach und pädagogischer Mitarbeiter bei einem Bremer Bildungsträger. In einem Projekt für Alleinerziehende stellt der Schwaneweder mit seinem Team Qualifikationen fest, schaut nach Schulabschlüssen und macht aus, ob Abschlüsse von Migranten möglicherweise anerkannt werden können.
Die Kollegen von Jürgen Wild erforschen zudem, ob Krankheiten, Schwierigkeiten im sozialen Umfeld oder fehlende Kinderbetreuung Hemmnis bei einer Vermittlung in einen Job darstellen können.
„Die Kinderbetreuung ist häufig nicht gesichert. Oftmals werden die Kosten dafür über das Jobcenter nur verzögert genehmeigt“, berichtet Jürgen Wild, den es frustriert, wenn er seine Klienten aus diesem Grund nicht vermitteln kann.  Manchmal werde das Geld für eine Betreuung auch gar nicht bewilligt. Dabei habe er viele Alleinerziehende, die gerne arbeiten gehen möchten. Unter den ALG II-Beziehern sei von ungelernten Müttern bis hin zur Archäologin alles dabei.
Viele Betroffene wüssten gar nicht, welche Leistungen ihnen zustünden, sagt der Jobcoach weiter. Andere würden sich gar nicht erst trauen, zu fragen oder besagte Leistungen einzufordern. Im aktuellen Wahlkampf ärgert sich Jürgen Wild darüber, dass Alleinerziehende als Werbeobjekte missbraucht würden. „Dann heißt es seitens der Politik: ‚Wir stehen auf Ihrer Seite und wollen Ihnen helfen‘.“ Nach der Wahl sei dann alles nur „heiße Luft“ gewesen. „Die Politiker sollten dafür sorgen, dass denen, die wirklich arbeiten wollen, auch geholfen wird!“, findet der Schwaneweder. Auch die Arbeitgeber sollten unterstützt werden und ihrerseits flexiblere Modelle für Alleinerziehende anbieten. „Viele Arbeitgeber wissen nicht, dass sie gefördert werden können“, so Jürgen Wild. Deshalb würden sich einige scheuen, Alleinerziehende zu beschäftigen. „Die sagen sich: ‚Die fehlt mehr, als dass sie arbeitet.‘“
Dabei würden viele Frauen ihr Leben total umorganisieren, sobald sie Arbeit fänden. „Mein Appell an die Arbeitgeber: Öffnet euch für Arbeitssuchende, die alleinerziehend sind. Da gibt es oft viel mehr Potenzial, als gedacht!“ Eine Frau beispielsweise habe er ein Praktikum als Sozial-Assistenz an einer Schule vermittelt. Es habe ein tolles Feedback von Schulleitung und Schülern gegeben, trotzdem sei es nicht möglich, die Frau dort fest anzustellen.  „Nicht einmal als Schulhelferin“, beklagt Jürgen Wild und spricht von „bürokratischen Stolpersteinen“. Mittlerweile engagiert sich die Betroffene seit zwei Jahren ehrenamtlich an besagter Schule. „Dabei ist die Qualifikation genauso vorhanden wie der Bedarf“, sagt Jürgen Wild. Die Behörde würde sich allerdings weigern, die entsprechende Stelle zur Verfügung zu stellen. „Mich ärgert das. Man hat qualifizierte Leute und bekommt sie nicht in Arbeit, obwohl Bedarf da ist!“


Artikel vom 14.05.2019

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