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  19.09.2017 - 20:44 Uhr

  

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 Krebsfälle lösen Betroffenheit aus

 Kontaminiertes Grundwasser: Anwohner im Gespräch mit Beirat und Ortsamtsleiter


 Anwohner schilderten im Gespräch mit den Kommunalpolitikern ihre Ängste.FOTO: RDR
 Blumenthal – (RDR) Bereits vor Jahren sind in Blumenthal  erhebliche Grundwasserverunreinigungen im Bereich des Tanklagers Farge mit den Giftstoffen BTEX und MTBE nachgewiesen worden. Vielen Anwohnern macht das Angst. Ihnen fehlen Informationen über das Ausmaß der Kontamination und vor allem über mögliche gesundheitliche Folgen.
Das nahm die Wochenzeitung Das BLV vor wenigen Tagen zum Anlasss, zur Diskussion in die Räume der Redaktion einzuladen. Zu Gast waren betroffene Anwohner und die Blumenthaler Beiratsmitglieder Nils Christahl (SPD), Ralf Schwarz (CDU), Gabriele Kröger-Schurr (Grüne), Harald Sociu (Bürger in Wut), Anke Krohne (Linke) sowie Ortsamtsleiter Peter Nowack (SPD).  
Dabei wurde kontrovers, aber sachlich diskutiert. Die Kommunalpolitiker nahmen Anregungen entgegen und hörten den Anwohnern zu. Im Gegenzug boten sie ihre Unterstützung an.
„Ich bin nicht einverstanden damit, wie der Beirat mit dem Thema umgeht“, machte Anwohnerin Heidrun Pörtner ihren Unmut deutlich. Ihrer Ansicht nach sollte der Betrieb im Tanklager Farge endgültig eingestellt werden, um die Sanierung auf bestmögliche Art und Weise vorantreiben zu können. „Da muss etwas vertuscht worden sein!“, ereiferte sich die Blumenthalerin im Gespräch mit den Kommunalpolitikern.
Ralf Schwarz verwies darauf, dass es selbstverständlich sei, dass der Schaden behoben wird. Zugleich sei aber auch zu beachten, wichtige Arbeitsplätze zu erhalten. Seine Fraktion werde darauf drängen, Ergebnisse zu erhalten, erklärte der Christdemokrat, der selbst in Rekum lebt. Dort würde das Wasser in sechs, sieben Meter Tiefe nach Benzin riechen, so Schwarz weiter.
Auch Peter Nowack unterstrich, dass die Arbeitsplätze im Tanklager für die Beschäftigten und den Stadtteil extrem wichtig seien. Der Erhalt stünde aber nicht im Widerspruch mit der Sanierung des Grundwassers, so Nowack.
Harald Sociu meinte, dass die Gefahr auch bei einer Schließung des Tanklager nicht automatisch gebannt sei. Er versuche, sich in die Betroffenen hineinzuversetzen, so der Bürger in Wut.
Gabriele Kröger Schurr betonte, alles daran setzen zu wollen, die Ursache für die Verunreinigungen zu erfahren. Das, was der Umweltsenator bislang unternommen habe, das sei ihr „zu dünn“.
Uwe Schulken, dessen Vater im betroffenen Gebiet lebt, formulierte es drastischer. „Es macht einen wütend, dass man belogen wird!“, sagte Schulken. „Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass die Ursache gefunden wird. Auf den nächsten Störfall zu warten, das ist der falsche Weg.“
Mit seiner Kritik bezog er sich unter anderem auf einen TV-Bericht von Panorama 3, in dem Ulrich Wessel aus dem Bremer Umweltressort vor laufender Kamera erklärt hatte, bei der Kontamination handele es sich um einen alten Schaden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Aber das bereits vor einigen Jahren nachgewiesen MTBE  (Methyltertiär-Butylether), ein Zusatz für bleifreie Kraftstoffe, wird aber erst seit Mitte der 80er Jahre eingesetzt.
Nachdenklich und betroffen reagierten die Kommunalpolitiker als Anwohnerin Brigitte Kohl von zahlreichen Krebsfällen in der Gewannstraße berichtete. „Das ist richtig umheimlich.“ Außerdem habe sie das Schicksal einer jungen Blumenthalerin, die an MCS, einer Hyperallergie ausgelöst durch Gifte in der Umwelt, leidet, sehr berührt. Auch Monika Goll, die am Schützenplatz in Farge lebt, weiß von vielen Krebsfällen in direkter Umgebung.
Ortsamtsleiter Peter Nowack versprach, dazu präzise Nachfragen zu stellen und Auskünfte zu verlangen.
Aber was können Politik und Bewohner noch bewirken? Es müsse sich eine Bürgerinitiative „mit Struktur“ bilden, forderte Harald Sociu und erfuhr von Heidrun Pörtner, dass eine solche längst in den Startlöchern stehe. Peter Nowack erklärte, er halt es für eine gute Idee, wenn so viele betroffene Privatbürger wie möglich Anzeige erstatten würden. Von Gabriele Kröger-Schurr kam der Vorschlag, die Beiratsmiglieder sollten ihr Anliegen an die jeweiligen Bürgerschaftsabgeordneten weitergeben. Auf Zustimmung der Anwohner stieß auch der Vorschlag, über die Bremer Abgeordneten einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss einrichten zu lassen. Darüber könnten unter anderem Geheimnisträger befragt und detaillierte Informationen erhalten werden.

Artikel vom 09.05.2017




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